Schreiben an die Vereinsmitglieder des
FCN und SVH
Kunstrasenplatz im
Jahnstadion Neustadt
Sehr geehrtes
Vereinsmitglied,
ein lang gehegter Wunsch geht für unsere beiden Vereine in Erfüllung.
Doch bevor es soweit ist, bedarf es noch einer recht großen Anstrengung
von uns allen, sozusagen von der großen Fußballfamilie des FCN und des
HSV.
Wie Sie sicher aus der Presse entnommen haben, müssen wir beiden
Fußballvereine bei Gesamtkosten von 335 Tsd. Euro zusammen Eigenmittel
und Eigenleistungen in Höhe von
65 Tsd. € aufbringen. Die Möglichkeiten der Eigenleistungen sind
begrenzt, so dass der Hauptteil durch Spenden gedeckt werden muss.
Wir sind
somit auch auf eine Vielzahl von Kleinspenden angewiesen und „verkaufen“
daher Partiellen des neuen
Kunstrasenplatzes ab 50,-- €.
Die „Besitzer“ der Partiellen werden später auf einer entsprechenden
Tafel (Beispiel) verewigt. (Sofern Sie dies nicht ablehnen und lieber
anonym bleiben wollen).
Es können
eine odermehrere zusammenhängende
Partiellen oder auch die besonderen Stücke wie Eckfahne, Tore,
Elfmeterpunkt usw. erworben werden. Sie können uns ganz einfach den
entsprechenden Betrag überweisen,
oder uns kontaktieren, falls Sie uns helfen wollen und weitere
Informationen wünschen. Infos finden Sie auch auf der jeweiligen
Homepage unserer Vereine.
Für den
Erwerb einer Partielle stellen wir ein „Zertifikat“ aus. Bei Spenden bis
100 € gilt die Überweisungsbestätigung der Bankals Spendenbestätigung. Über höhere Beträge stellen wir eine
Spendenbescheinigung aus. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung.
Mit
freundlichen GrüßenArnold LöfflerJosef Heizmann
Badische Zeitung vom Dienstag, 19. August 2008 Neustadt macht
es wie der FC Bayern
Der ehemalige Hartplatz im Jahnstadion ist jetzt grün / Neuartiger
Kunstrasen begeistert die Fußballer in der Wälderstadt
Von unserer Mitarbeiterin Eva Korinth
TITISEE-NEUSTADT. "Das ist affengeil!" Diesen Ausdruck hörte man am
Wochenende vielfach im Jahnstadion in Neustadt. Der ehemalige Hartplatz
ist grün geworden. Der neue Kunstrasen ist auf den ersten Blick von
echtem Gras fast nicht zu unterscheiden. Der neue Belag wurde von der
Firma Polytan erst zum zweiten Mal in Deutschland verlegt. Der erste
Kunstrasen dieser Art liegt auf dem Trainingsgelände des FC Bayern in
München. 27 Rollen wurden verlegt, dann war die 75 auf 100
Meter große Fläche grün. Die Rollen wurden miteinander verklebt, liegen
freischwimmend auf der elastischen und wasserdurchlässigen Gummischicht
auf. Diese Gummischicht hatte vergangene Woche ihre "Wassertaufe"
bestens bestanden. Das Wasser läuft einwandfrei ab. Immer wieder fanden
sich am Samstag und Sonntag neugierige Fußballer im Stadion ein und
streichelten vorsichtig das Kunstgras, das vier Zentimeter hoch ist.
"Toll!" , klang es bewundernd. Immer wieder wurde ungläubig über die
Kunsthalme gestreichelt. Die Begeisterung war sichtbar in den
Gesichtern. Bauleiter Rudi König und FCN-Vorsitzender Arnold Löffler
waren ebenso begeistert. Am Sonntag wurden die Linien eingeklebt.
Bereits fertig eingearbeitet waren die weiße Mittellinie und eine
Außenlinie. Das Original-Spielfeld erhält weiße Linien, die
Jugendspielfelder werden in Gelb und Blau gelegt. Damit sich der 7500
Quadratmeter große Kunstrasen nicht bei Belastung verschiebt und dennoch
die Möglichkeit hat, bei unterschiedlicher Witterung zu arbeiten, wird
Quarzsand und grünes Kunststoffgranulat darauf verteilt. Etwa vier bis
fünf Kilogramm je Quadratmeter. Die Mischung sorgt auch dafür, dass die
"Grashalme" nicht so schnell abbrechen und die Verletzungsgefahr
geringer wird. Wenn das geschehen ist, die Auffüllung, dann haben der SV
Hölzlebruck und der FC Neustadt eine neue elastische Trainings- und
Spielfläche. Am Dienstag, wenn das Wetter trocken bleibt, soll es so
weit sein. Dann müssen wieder die Fußballer ran und die
Abschlussarbeiten erledigen.
Das Schöne an der Kunstrasenfläche ist auch, dass sie im Winter gut
genutzt werden kann. Bei Schnee wird einfach auf zehn Zentimeter
abgefräst. Laut Firma sollte die Kunstrasenfläche nicht mehr als 20
Stunden pro Woche benutzt werden, damit sie sich gut regenerieren kann.
Gute Reinigung ist zudem nötig, wenn möglich wöchentlich. Dann kann der
Kunstrasen bis zu 20 Jahre halten.
Immer noch läuft die Bausteinaktion. Auf dem Spendenplan sind noch viele
Felder frei, die auf großzügige Unterstützer warten.
Badische Zeitung vom Samstag, 12. Juli 2008 Anpfiff für die Bagger
Kommende Woche beginnen die Arbeiten für den neuen Kunstrasenplatz des
FCN und des HSV
Von unserem Redakteur Peter Stellmach
TITISEE-NEUSTADT. Beim FC Neustadt und beim SV Hölzlebruck darf man sich
die Hände reiben. Denn voraussichtlich schon am kommenden Dienstag
können die Baumaschinen ins Jahnstadion rollen und mit einem
symbolischen Spatenstich den Umbau des ungeliebten Hartplatzes zum lang
ersehnten Kunstrasenplatz beginnen.
Der Firma Bombardi und den vereinseigenen Bauhelfern folgt die Fachfirma
Polythan, und die will nach vierwöchiger Bauzeit bereits am 20. August
die fertige Anlage an die Fußballvereine übergeben.
"Das ist optimal" , freut sich FCN-Boss Arnold Löffler. Ende Juni hatten
er und sein HSV-Kollege Josef Heizmann noch gebangt, wie rasch man wohl
zum Zuge kommen würde. Doch dann konnte die Firma Polythan den Auftrag
sofort dazwischenschieben. Der Zeitraum ist ideal, weil derzeit
spielfrei ist und die auch trainingsfreien Sommerferien anstehen. Die
neue Saison beginnt erst Mitte August.
Erst am Donnerstagnachmittag wurden im Rathaus die letzten offenen
Fragen der vertraglichen Vereinbarung zwischen der Stadt und den
Vereinen geklärt, gestern um die Mittagszeit setzten die
Verantwortlichen ihre Unterschriften dazu.
Die Vereine müssen, wie berichtet, für 20 000 Euro Eigenleistung und
außerdem 45 000 Euro Geld einbringen, die Stadt gibt 180 000 Euro.
Außerdem fließen noch 90 000 Euro Zuschuss vom Badischen Sportbund für
die 335 000 Euro-Investition. Die beiden Vereine sind von Montag an für
25 Jahre Mieter im Jahnstadion und gewährleisten als Gegenleistung für
den Zuschuss fortan die Pflege des östlichen Teils des Sportgeländes.
Für beide geht es mit Hochdruck darum, Geld zusammenzubekommen. Der FCN
hat 500, der HSV 370 Mitglieder angeschrieben, und Löffler berichtet von
"vielen positiven Signalen" ; man sei zuversichtlich, die
Herausforderung zu bewältigen. Wer die beiden Fußballvereine
unterstützen möchte, kann Geld spenden auf: Konto 4464764 bei der
Sparkasse Hochschwarzwald (BLZ 68051004) und Konto 17957724 bei der
Volksbank Hochschwarzwald (BLZ 68090000).
Bild: Peter Stellmach BZ
Kunstrasenplatz (26.06.08 - Badische
Zeitung)
Anpfiff für den neuen Kunstrasenplatz
Stadt
hilft FCN und HSV, aber auf beide kommt viel Arbeit zu / Umwandlung so
schnell wie möglich
TITISEE-NEUSTADT (pes). Auf den FC Neustadt und den SV Hölzlebruck
kommt viel Arbeit zu: Die Spitzen der beiden heimischen Fußballvereine
müssen Bauleiter spielen und gleichzeitig Geld sammeln, die Mitglieder
sich auf Einsätze mit Pickel, Schaufel und Schubkarren einstellen. Als
Lohn der Mühen erwartet sie ein Kunstrasenplatz im Jahnstadion als
Ersatz für den berüchtigten Hartplatz, auf dem sich Generationen von
Fußballern die Knie aufgeschürft und die Haut von den Schenkeln
geschrubbt haben. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend das
Finanzierungskonzept abgesegnet.
An der Notwendigkeit bestanden nie Zweifel. Selbst Bürgermeister Armin
Hinterseh erinnerte sich aus eigenen C-Jugend-Zeiten mehr an den Horror
vor dem Platz als an das Ergebnis der "Packung" , die er und seine
Mannschaft seinerzeit auf die Heimfahrt mitbekamen. Allein: Wer sollte
es bezahlen? Die Stadt hat eigentlich kein Geld. Und trotzdem gelang ein
"ein Schritt in die richtige Richtung", freute sich Hinterseh gestern
bei einem Gespräch mit den Vorsitzenden Arnold Löffler (FCN) und Josef
Heizmann (HSV).
Den entscheidenden Anstoß gab die Zuschusszusage des Badischen
Sportbunds über 90 000 Euro. Dazu kam die Bereitschaft der Vereine, für
20.000 Euro Eigenleistung und 45.000 Euro an Geld einzubringen. Da
erklärten sich Stadtverwaltung und Gemeinderat bereit, 180.000 Euro
obendrauf zu legen, obwohl das Geld im Haushalt gar nicht vorgesehen
ist. Die Gesamtkosten für den Kunstrasenplatz belaufen sich auf 334.567
Euro.
Derlei Großzügigkeit erwuchs aber nicht nur aus der Erkenntnis, dass
beide Vereine gut funktionieren und "erstklassige" Jugendarbeit leisten.
Sondern auch aus der Einsicht, dass der finanzielle Einsatz der Stadt
langfristig sparen hilft.
Denn die hauptamtliche Stelle des Platzwarts wird laut Hintersehs
Personalkonzept nach Johann Saiers Abschied in den Ruhestand nicht mehr
neu besetzt. Ab dem Zeitpunkt übernehmen die Vereine für 25 Jahre den
östlichen Teil des Jahnstadions (25.000 Quadratmeter) und pflegen dort
Plätze und Anlagen (ohne Parkplatz, Clubhaus, Funktionsgebäude). Sie
sind auch verantwortlich für das spielbereite Herrichten des
Rasenplatzes (Linien ziehen, Tore stellen), die Stadt bleibt dort weiter
für das Mähen zuständig. Schulsport und andere Nutzungen bleiben
garantiert. Zudem müssen FCN und HSV als Bauherr auftreten und Planung,
Ausschreibung, Vergabe und Bauabwicklung komplett in Eigenregie
erledigen. Hinterseh sprach angesichts dieses Pflichtenkatalogs von
einem "großen Entgegenkommen der Vereine". Löffler und Heizmann gaben
den Dank zurück.
Der Gemeinderat diskutierte mit dem einhelligen Tenor: Es wird höchste
Zeit. SPD-Fraktionssprecher Roland Weis sprach von einer gewissen
Dynamik dadurch, dass viele umliegende Vereine inzwischen auf
Kunstrasenplätzen spielen, ausgerechnet die Fußballer des Mittelzentrums
aber noch auf einem "Betonplatz" kicken. Die bessere Situation der
anderen Vereine erklärt sich laut Weis mit Eigenverantwortung.
Vernünftigerweise, sagte er, habe man sich grundlegende Gedanken über
das Jahnstadion gemacht, Eigenverantwortung trage nun auch in Neustadt
Früchte. Bernhard Schindler (CDU) zeigte sich froh, dass die verbesserte
Haushaltslage das Vorhaben begünstige. Leopold Winterhalder (Grüne)
befand, das gefundene Modell helfe allen.
Weil sich die Dinge kurzfristig entwickelt haben, fällt es Löffler und
Heizmann schwer, einen Zeitplan festzulegen. Die Parole lautet "So
schnell wie möglich", am besten während der Pause im Spielbetrieb. Doch
erst muss mit der Firma ein Termin bestimmt werden, dann müssen die
Helfer die Vorarbeit erledigen, dann braucht die Firma fünf Wochen,
danach muss - wieder in Eigenleistung - drum herum alles gerichtet
werden.
Trotz der sich abzeichnenden Belastungen freuen sich Löffler und
Heizmann. Endlich werde der Zündstoff aus der ewigen Diskussion um die
Nutzung der Plätze herauskommen, atmet Löffler auf. Beide Vereine bieten
derzeit je zwei Aktiven- und zwölf beziehungsweise zehn
Jugendmannschaften auf, außerdem reißen sich weder die Gastgeber noch
die gegnerischen Mannschaften darum, auf dem Hartplatz auflaufen zu
müssen. Dieser hätte übrigens, fügt Heizmann an, sowieso überholt werden
müssen.
Eine Hauptaufgabe wird es nun sein, Geld zu beschaffen. Dazu werden
Briefe an die Mitglieder verschickt mit der Bitte, symbolisch einen
"Baustein" zu erwerben. Ein Spielfeldabschnitt kostet 50 Euro, die
Eckfahnen je 150 Euro, die Elfmeterpunkte und der Anstoßpunkt je 250
Euro. Wer lieber in die Fläche gehen möchte, kann buchstäblich auf seine
Kosten kommen: Beispielsweise ein Fünf-Meter-Raum ist mit 800 Euro
angesetzt, der Anstoßkreis mit 1500 Euro kalkuliert, ein Strafraum für
2000 Euro zu haben. Für das Tor muss man 5000 Euro hinblättern. Für die
Bausteine gibt’s Zertifikate und auf einem großen Plan den Vermerk des
Spendernamens. Bürgermeister Hinterseh ging gestern mit gutem Beispiel
voran und sicherte sich den Anstoßpunkt
Ziel erreicht dank Schulterschluss FCN und
HSV weihen den neuen Kunstrasenplatz ein / Rudi Krämer würdigt das
Zusammenspiel als "Modell" und "beispielhaft" Von unserem Redakteur Peter Stellmach
TITISEE-NEUSTADT. Den Feiertag der Einheit als Feiertag für König
Fußball in Neustadt auszuwählen, erwies sich als Volltreffer. Denn die
Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes im Jahnstadion gestern darf als
Musterbeispiel angesehen werden für die Einheit unter zwei
Fußballvereinen, die alle sportliche Konkurrenz beiseite schieben, um
ein gemeinsames Ziel zu erreichen.
Rudi Krämer, Vizepräsident des Südbadischen Fußballverbands, lobte die
enge Zusammenarbeit von FC Neustadt und SV Hölzlebruck als "Modell" und
"Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement" , auf die man stolz
sein könne. Krämer nannte die Investition in die Jugend eine Investition
in die Zukunft und wünschte den Jungen und Mädchen viel Spaß und faire
Spiele. Die Zukunft im Blick, ermahnte er die Beteiligten, auf dem
Erreichten nicht auszuruhen. Das Jahnstadion brauche dringend neue
Umkleidekabinen, die alten entsprechen nicht mehr den heutigen
Erfordernissen.
Vor der Derby-würdigen Kulisse aller Mannschaften beider Vereine — stark
vertreten vor allem der Nachwuchs — und an die 200 Fans würdigten
mehrere Redner das Werk, das seit drei Wochen fertig und auch schon in
Betrieb ist. Bürgermeister Armin Hinterseh, der von seinen leidvollen
Erfahrungen auf dem Hartplatz berichten konnte, freute sich vor allem
über den gelungenen "Systemwechsel" : Nicht die Vereine hätten gefordert
und auf die Erfüllung ihres Wunsches vielleicht noch lange gewartet,
sondern dank der Bereitschaft der Vereine habe die Stadt mitziehen
können, und der Einsatz der Vereine von der Bauleitung bis zur Umsetzung
habe die Entscheidung des Gemeinderats, überplanmäßig Geld
bereitzustellen, dann vollauf gerechtfertigt.
Die beiden Vorsitzenden, Arnold Löffler für den FCN und Sepp Heizmann
für den HSV, riefen das rasche Werden des Vorhaben in kurzer Zeit in
Erinnerung. Der Platz war mit 335 000 Euro veranschlagt. Dank dem
Mietvertrag zwischen Stadt und Vereinen, in dem sich FCN und HSV
verpflichtet haben, fortan den östlichen Teil der Anlage zu pflegen, gab
die Stadt 180 000 Euro. Der Badische Sportbund sprang mit 90 000 Euro
bei. Die Vereine müssen letztlich 65 000 Euro aufbringen. Über die
Aufteilung in Parzellen, Sonderflächen und Markierungen für eine
Spendenaktion sind dank mehr als 300 Spendern fast 44 000 Euro
hereingekommen, von den mehr als 900 Parzellen und können aber noch gut
280 erworben werden. Mehr als 1500 Helferstunden sind inzwischen
aufgelaufen. Löffler und Heizmann würdigten vor allem Alfons Janisch und
Rudolf König , die als "Manager" des Projekts gewirkt und auch kräftig
zugepackt haben, außerdem Lothar Wehrle und Miroslav Stankovic als die
Fleißigsten der Helfer aus allen Generationen. Löffler lobte: "Sie alle
hätten es verdient, namentlich genannt zu werden" . Heizmann freute
sich: "Ein Traum ist wahr geworden, wir haben jetzt einen der modernsten
und besten Kunstrasenplätze."
Pfarrer Ziegler und Diakon Schmider weihten den Platz. Grußworte
überbrachten Kuno Kajan, Vorsitzender des Bezirks Schwarzwald, sowie
Werner Schubnell für die Arge Sport und Michael Eckert vom SV Titisee;
die beiden wünschten FCN und HSV viel Erfolg — es müsse ja nicht gegen
den SV Titisee sein. Viel Fußball und Unterhaltung bestimmten des Rest
des Tages. Die Mannschaft aus den Vereinsvorständen bezwang
Stadtverwaltung-/Gemeinderat mit 7:1. Torschützen waren Frank Krämer
(2), Nenad Kapetanovic (2), Rolf Eckert, Thorsten Willmann und Michael
Aepfelbach; den Ehrentreffer erzielte Andreas Morasch.
Badische Zeitung, 8. August 2009
Pflastersteine statt rundes Leder
TITISEE-NEUSTADT (akh). 8000 Quadratmeter pflastern, das ist keine
einfache Aufgabe. Die Mitglieder des Fußballclubs Neustadt und des
Sportvereins Hölzlebruck haben jetzt gemeinsam die Umrandung des neuen
Kunstrasenplatzes im Jahnstadion in Angriff genommen. Damit nicht zu
viele Steine, Dreck und Gras in den Kunstrasen gelangen, muss rundherum
gepflastert werden. Rudolf König koordiniert die Arbeiten der
ehrenamtlichen Helfer. Rund 15 000 Euro kostet die Baumaßnahme die
beiden Fußballvereine, hinzu kommt noch ihre Eigenarbeit. Rund um den
Kunstrasenplatz, der seit einem halben Jahr in Betrieb ist, wurde der
Humus ausgehoben, Kies eingefüllt und verdichtet. Jetzt gilt es Stein um
Stein zu verlegen. Zwischen neuem und altem Kunstrasenplatz wird der Weg
2,50 Meter breit, an den anderen Seiten des neuen Kunstrasens 1,20
Meter.
Ein neues Geländer wäre auch dringend erforderlich. Rost nagt an der
Einfassung, die zudem zahlreiche Dellen aufweist. Ein neues Geländern
kostet jedoch mindestens 10 000 Euro. Die Arbeiten gehen etwas
schleppend, findet Rudolf König. Bis zum Ferienende will er aber fertig
sein. Immerhin nutzen gerade die Schulen den Kunstrasenplatz ausgiebig.
Einen festen Helferstamm stellen die Fußballrentner.
Dass sie keinerlei Unterstützung von der Stadt erhalten, finden die Fußballer
unverständlich. Zwar seien sie Mieter des Platzes und für die Reinigung
zuständig, doch der Kunstrasenplatz werde auch von anderen Gruppen
genutzt.