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01.04.2010 - Südkurier

Geng kommt nach Neustadt
Fußball-Landesliga: (daz) Der FC Neustadt hat einen Trainer für die kommende Saison: Heiko Geng wird der Nachfolger von Torsten Willmann. Geng war in den vergangenen vier Jahren und bis zum vergangenen Donnerstag Trainer des Verbandsligisten SV Kirchzarten und in der Saison 2003/04 Spielertrainer beim FV Herbolzheim.
Willmann hatte bereits angekündigt, dass er aus beruflichen und privaten Gründen nach der Saison sein Amt abgibt. Alfons Janisch, Spielausschussvorsitzender des FC Neustadt, ist überzeugt, „dass Geng gut zu uns passt“. Der 39-jährige Geng ist Lehrer an der Grund- und Werkrealschule Löffingen und wird demnächst nach Rötenbach umziehen.

22.03.2010 - Generalversammlung 19.03.2010 - Badische Zeitung
Wichtiger Posten unbesetzt
(veröffentlicht am 21. März 2010 auf badische-zeitung.de)

Arnold Löffler bleibt weitere 2 Jahre Vorstand des FCN
Arnold Löffler wiedergewählt. Arnold Löffler (li.)und Gustl Frey (re.), Vertreter der Stadt   Ehrungen (v.l.): Lothar Kleiser (Ehrenmitglied), Manfred Kaiser (40 Jahre), Erich Höfele (Ehrenmitglied), Wilhelm Gromann (Ehrenmitglied), Lothar Wehrle (25 Jahre), Fritz Knöbel (Ehrenmitglied), Walter Kaltenbrunn (40 Jahre), Herbert Bäuerle (40 Jahre) * Bild: Eva Korinth
02.09.09 - Südkurier

FC Neustadt verpflichtet Torwart
Fußball: (daz) Nach dem Abgang von Carsten Schmitz stand Landesligist FC Neustadt zuletzt nur mit einem echten Torhüter da. Julien Reinard. Allerdings bevorzugt der ehemalige Profi des SC Freiburg die Rolle als Feldspieler. Nun haben die Hochschwarzwälder reagiert und mit dem 21-jährigen Marcel Sayer einen neuen Schlussmann verpflichtet. Sayer pausierte zuletzt ein Jahr wegen der beruflichen Ausbildung und spielte zuvor beim Verbandsligisten VfR Hausen.

Bezirkstag 2009 in Bonndorf (13.07.09 - Badische Zeitung)

Eine klare Absage an die Gewalt auf dem Fußballplatz


Der Bezirksvorsitzende Kuno Kayan (links) konnte verdienten Fußballfunktionären wie Bernd Seger vom FC Neustadt (Dritter von links) die goldene Verbandsehrennadel ans Revers heften. | Foto: hahne

FUSSBALL (ah). Nach der Schiedsrichter-Vereinigung und dem Bezirksjugendtag verurteilten nun auch die Verantwortlichen beim Bezirkstag in Bonndorf die zunehmende Gewalt auf den Sportplätzen im Fußballbezirk Schwarzwald. "Gegner und Schiedsrichter müssen künftig mehr respektiert werden. Beleidigungen, Bedrohungen und Gewalt erleichtern nicht die Gewinnung neuer Schiedsrichter. Das Geld für die Strafen können Sie anderweitig besser verwenden", appellierte der Präsident des Südbadischen Fußballvebands (SBFV), Alfred Hirt; an die Vernunft der Vereine.
Als "unerfreulich" bezeichnete Hirt auch die Entwicklung beim Ergebnisdienst. "Bitte wirken Sie auf die Verantwortlichen ein, damit der Ergebnisdienst rechtzeitig binnen einer Stunde gewährleistet ist. Dies ist vor allem auch im Interesse der Vereine. In vier Fällen mussten Fussballspiele am "grünen Tisch" entschieden werden, weil Spielerpässe nicht in Ordnung waren, wie dies die Spielordnung vorsieht. "Schauen sie in einer ruhigen Minute die Pässe durch. Dann sparen wir uns gemeinsam viel Ärger", ergänzte Hirt.
"Es war ein Winter, der uns lange in Atem hielt. Durch die überbezirklichen Aufstiegsspiele hatten wir keine Chance auf Verlängerung in den Sommer", bilanzierte Kuno Kayan (Villingen) die für alle Beteiligten schwierige Spielzeit. Auch der Bezirksvorsitzende ging nochmals auf die Geschehnisse der Saison ein: "Was auf den Sportplätzen abging, war erschreckend. Wenn ein Spieler die gelbe Karte erhält, ist dies kein Grund, den Schiedsrichter zu beleidigen oder gar anzugreifen". Hier seien die Vereine gefordert, die Spieler zur Vernunft zubringen. Gleichzeitig rief Kayan erneut die 91 Vereine des Fußballbezirks Schwarzwald auf, "neue Schiedsrichter im Alter von 25 bis 40 Jahren zu gewinnen". Als erfreulich bezeichnete Kayan die nominelle Entwicklung im Frauenfußball: "Hier kann man sich jetzt Gedanken machen, ob die Kleinfeldmannschaften abgeschafft werden können." Sportrichter Klaus Schmidt berichtete davon, dass "die Summe der Straffälle im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen ist". So musste der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts aus Furtwangen insgesamt 503 Urteile fällen. Gegen die Spieler wurden insgesamt 180,5 Monate an Spielsperren ausgesprochen. 11 070 Euro an Geldstrafen und weitere 5 217 Euro an Kosten spülten reichlich Geld in die Verbandskasse.
Der Bezirk plant die Einführung der Kreisliga C
Bei den anstehenden Neuwahlen wurden Kuno Kayan als Bezirksvorsitzender und auch die anderen Mitglieder des Bezirks-Fussballausschusses (BFA) einstimmig für zwei Jahre wiedergewählt. Neuer Staffellleiter für die Kreisligen B2 und B8 ist Werner Fichter (St. Georgen). Nur der FV Donaueschingen zeigte sich unzufrieden über die Zuteilung der Reservemannschaft in die Kreisliga A I, da die Lokalrivalen DJK Donaueschingen II und SSC Donaueschingen der Staffel II zugeordnet wurden. Die neue Spielzeit wird für die Vereine der Bezirksliga und Kreisliga A bereits am 15./16. August 2009 angepfiffen. Um dem "Winterchaos" zu entgehen, planen die Staffelleiter bis zu drei "englische Wochen" im Herbst.

Nach dem erfolgreichen Probelauf im Bezirk Offenburg prüft auch der Bezirk Schwarzwald im kommenden Frühjahr die Einführung einer Kreisliga C mit Beginn der Saison 2010/11. Hier dürfen dann Spieler – ähnlich wie im Jugendbereich – beliebig oft ein- und wieder ausgewechselt werden. Der nächste Bezirkstag wird am 10. Juli 2010 vom FC Gutmadingen in der Stadthalle Geisingen ausgerichtet.
Torsten Willmann (16.04.09 - Südkurier)
FC Neustadt: Trainer Willmann verlängert
Fußball-Landesliga: (daz) Der FC Neustadt setzt auf eine langfristige Zusammenarbeit mit seinem Trainer Torsten Willmann. Deshalb einigten sich auch beide Seiten in dieser Woche darauf, gemeinsam in die Saison 2009/10 zu gehen. Willmann ist bei den Hochschwarzwäldern seit eineinhalb Jahren im Amt. Das erste Jahr arbeitete der Polizeibeamte mit Gerd Dreher zusammen und seit der vergangenen Winterpause mit Julian Reinard, Ex-Profi beim SC Freiburg, als Assistenten. „Es passt bei uns ganz gut. Mir macht die Arbeit Spaß, vor allem weil wir sehr viele junge Spieler in unseren Reihen haben, die in ihrer Entwicklung noch einiges versprechen. Wir wollen mit dieser Mannschaft an die Tür zur Spitzengruppe der Liga anklopfen. Deshalb musste sich auch nicht lange überlegen“, begründet Willmann seine Zusage.
Generalversammlung 2009 (30.03. + 01.04.09 - Badische Zeitung)
Hier einige Bilder von der Versammlung



(Hinten v.l.): Axel Beha (50 Jahre), Arnold Löffler (40 Jahre), Siegfried Stiegeler (50 Jahre), Torsten Willmann (25 Jahre); (mittlere Reihe v.l.): Norbert Klemmer (50 Jahre), Hans-Joachim Berenbold (50 Jahre), Bernd Spitz (40 Jahre), Werner Hönig (50 Jahre), Roland Vöstel (40 Jahre); (vordere Reihe v.l.): Josef Feser (60 Jahre), Helmut Döbele (50 Jahre), Alois König (25 Jahre), Rudolf König (40 Jahre).

Fusion auf dem Fußballfeld?  
 (30.03.09 BZ)
TITISEE-NEUSTADT. Nur noch ein einziger Fußballverein in Neustadt? In der Hauptversammlung des Fußballclubs Neustadt im "Jägerhaus" meinte Spielausschussvorsitzender Alfons Janisch: "Wir sollten uns fragen, ob wir uns in Neustadt zu einem Fußballverein zusammenschließen sollten?" Ein Zusammenschluss mit dem Sportverein zlebruck sei ein "heißes Eisen", meinte Janisch; es sei jedoch verkehrt, sich erst Gedanken zu machen, wenn in beiden Fußballvereinen nichts mehr ginge.
Janisch: "Die Zeiten sind andere", sagte er. So fehlten dem FCN mittlerweile finanzstarke Sponsoren, zwei hat er 2008 verloren. Und es gebe Fusionsmodelle, in denen die sich zusammenschließenden Vereine nicht ineinander aufgingen, sondern ein gewisses Maß an Eigenständigkeit behielten. Ein Beispiel hierfür sei der Zusammenschluss dreier Fußballvereine im Hegau, erinnerte Janisch.
Vorsitzender Arnold Löffler erklärte: "Wir haben es intern überlegt." Er sprach ein weiteres Vereinsproblem an: Nur wenige von den 686 Mitgliedern zeigten Interesse an einer aktiven Vereinsarbeit. Nur fünf Prozent aller Mitglieder waren zur Versammlung gekommen. Für den Vorstand suche man außerdem einen Kassierer. Hans Waldvogel sei hier seit 22 Jahren tätig und könne mangels Nachfolger das Amt nicht abgeben.
"Zwangsläufig muss mal jemand nachrücken", sagte Löffler, "das ist nicht nur bei uns ein Problem." Fusion sei ein Thema, dem sich der FCN "nicht ganz verschließen könne", klar sei aber auch, dass es von beiden Vereinen kommen müsse. "2011 wird der FCN 100 Jahre alt. Das wollen wir auch als FCN feiern", sagte Löffler weiter. Die Zusammenarbeit mit dem HSV klappe gut, sprach er das gemeinsam gestemmte Projekt Kunstrasen an. Im sportlichen Bereich seien beide Vereine strukturell gleich aufgestellt mit zwei Herrenmannschaften und einer große Jugendabteilung.
Bei der sportlichen Leistung gebe es Unterschiede, darauf wies Kurt Kiefer hin: "Spielerisch gesehen kann uns der HSV nicht die Waage halten." Hier gebe es keine Verbesserung für den FCN. Das spräche nicht für eine Fusion: "Wir sind der FC." Zeitlich gesehen, so lenkte Kiefer ein, werde eine Fusion wohl "irgendwann einmal kommen". Janisch appellierte an die Anwesenden, sich mit dem Gedanken eines Zusammenschlusses zu beschäftigten: "Überlegt es euch." (Wir berichten noch.)

Unbehagen über die Vereinbarung keimt auf    (01.04.09 BZ)
TITISEE-NEUSTADT. Aus sportlicher Sicht gibt es beim Fußballclub Neustadt viel Gutes zu vermelden. Kritische Worte bekam Bürgermeister Hinterseh in der Hauptversammlung aber zur Verknüpfung von städtischem Zuschuss für den Kunstrasenplatz und der künftigen Platzpflege im Jahnstadion zu hören. Von "ein bisschen Erpressung" oder einer Strategie, die Sportstätte ganz an die Vereine abzudrücken war die Rede. Die Mitglieder beschlossen ferner, den Jahresbeitrag zu erhöhen, um die Jugendarbeit besser unterstützen zu können.
Sowohl die erste wie zweite Herrenmannschaft profitiert von der guten Jugendarbeit, berichteten die beiden Spielausschussvorsitzenden Alfons Janisch und Michael Aepfelbach. Die Erste steht derzeit auf dem vierten Platz. Die Zweite führt die Tabelle in der Kreisliga B 3 an.
Zwölf Jugendmannschaften des FC Neustadt mit 170 Nachwuchskickernspielen in der laufenden Saison im blauen Trikot. Ohne den Eisenbahnerplatz wäre ein geregeltes Training nicht möglich. Der neue Kunstrasenplatz habe die Trainingsqualität um ein Vielfaches erhöht, bringe jedoch nur bedingt eine Entlastung, trug der Vorsitzende Arnold Löffler vor. Die Fußballtalente Björn Fischer, Felix Riesterer, Johannes Bußhardt, Stefan Ketterer, Bernd Faller, Luca Eiche und Daniel Wehrle nehmen wöchentlich am Stützpunkttraining in Unadingen teil. Ohne die Unterstützung des Freundeskreises mit dem Jugendbus und Zuschüssen wäre manches nicht möglich.
Die Jugend entwickelte aber auch Eigeninitiative, sie bewirtete beim Servicetag des Autohauses Hoch und half beim Kunstrasenbau mit. Der Erlös des FCN-Minifanshop kommt der Jugendkasse zugute. Statt des FCN-Sportwochenendes findet vom 26. bis 28. Juni der New Zealand Cup im Jahnstation statt, ein internationales Jugendfußballturnier, zu dem 400 Jugendspieler erwartet werden. 1750 Euro Strafzoll für fehlende Schiedsrichterleistungen Kassierer Hans Waldvogel hatte viel Geld zu verwalten. Am Ende blieben rund 11 000 Euro übrig, diesen steht das Darlehen über 90 000 Euro für den Kunstrasenplatz gegenüber. Die 90 000 Euro sind der vom Badischen Sportbund zugesagte Zuschuss, der zwischenfinanziert werden muss. Ein Wehrmutstropfen ist, dass sie 1750 Euro Strafzoll für fehlende Schiedsrichterleistung zahlen mussten. 50 800 Euro wurden von mehr als 350 Spendern für den Kunstrasen gespendet. 18 Prozent (154 Stück) der Spenderparzellen für je 50 Euro sind noch frei. Die Kunstrasen-Kosten belaufen sich auf 308 0 00 Euro, kalkuliert waren 330 000 Euro. Noch sei man nicht fertig. Geklärt werde die Notwendigkeit eines neuen Geländers. Bereits vor Ort seien die Pflastersteine für die Spielfeldumrandung. Für die Erdarbeiten wird eine Firma engagiert.
Für die Pflege von Kunstrasen und Naturrasen im Stadion hatte man sich im Gegenzug für den städtischen Zuschuss von 180 000 Euro verpflichtet. Hierfür habe man jetzt als Lohnunternehmer den ehemaligen Platzwart Johann Saier verpflichtet, sagte Löffler. "Das können wir ehrenamtlich nicht leisten", erläuterte er.
Provokativ sprach Spielausschussvorsitzender Alfons Janisch am Versammlungsende die Vereinbarung zwischen Stadt und den beiden Fußballvereinen an: "Wir sind ein bisschen erpresst worden." Womit er die Verpflichtung für den städtischen Zuschuss meinte. Er fragte: "Gehört es zur Strategie, irgendwann das Jahnstadion an die Vereine abzudrücken ?" Darauf gab es keine Antwort von Bürgermeister Hinterseh. Dieser stellte hingegen dar, dass es den Zuschuss für den Umbau des Hartplatzes zum Kunstrasenplatz nur gegeben habe, weil sich die Fußballvereine so stark engagiert hatten und dem Gemeinderat eine Kosteneinsparungsmöglichkeit ermöglicht haben: "Beide Partner haben gewonnen. Hinterseh verspricht den zweiten Schritt Rudi König wies mit Blick auf das Clubhaus daraufhin, dass es jetzt ein zweites Konjunkturpaket gebe, das für Sportstätten gedacht sei und dass außer den Fußballern auch die Schulen und der Turnverein Neustadt die Sportstätten nutzen. Für die Jugend müsse man Prioritäten setzen und könne nicht nur vom Ehrenamt sprechen, stupfte König. Janisch legte vor: "In zwei Jahren feiern wir Jubiläum, bis dahin ist doch Zeit genug, das Clubhaus zu sanieren." Hinterseh griff den Ball auf und zeigte Zweckoptimismus: "Wir kriegen das hin. Wir müssen es machen, wenn es passt." Aber ohne Eigeninitiative gehe es nicht, die Gemeinde habe das Geld nicht. Auch wäre es "Kappes", wenn die Gemeinde ein Clubhaus planen und bauen würde am Bedarf der Sportler vorbei; er verwies auf den FC Löffingen. Die Planung müsse von den Fußballern kommen. "Ich bin bereit, den zweiten Schritt zu machen", sagte Hinterseh.
Um die Jugend mehr unterstützen zu können, wurde der Mitgliedsbeitrag angepasst. Letztes Jahr wurde von jedem Jugendspieler ein Euro je Monat zusätzlich kassiert. Der Beitrag erhöhte sich bei den Rentnern um zwei auf 18 Euro, bei den Erwachsenen um fünf auf 45 Euro, bei den Jugendlichen um zwölf auf 42 Euro und bei den Familien von 50 auf 65 Euro.
30 Ehrungen galt es auszusprechen. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Josef Feser geehrt. Seit 50 Jahren sind Axel Beha, Hans-Joachim Berenbold, Helmut Döbele, Werner Hönig, Norbert Klemmer und Siegfried Stiegeler dabei. Sie sind jetzt Ehrenmitglieder. Seit 40 Jahren gehören Arnold Löffler, Rudolf König, Bernd Spitz und Roland Vöstel dazu. Auf 25 Jahre Mitgliedschaft blicken Alois König und Torsten Willmann bereits zurück.
Hans Odenthal, Rudolf Tscholl (beide 60 Jahre), Hugo Ketterer, Ulfilas Scherer, Franz Wehrle (alle 50 Jahre), Klaus Bodenlos, Jürgen Eilert, Ernst Schwörer (alle 40 Jahre), Matthias Hoff, Jürgen Ketterer, Martin Ketterer, Ralf Löffler, Werner Mayer, Hans Riedlinger und Roland Sorgius (alle 25 Jahre) wird ihre Ehrung nachgereicht. Nachgereicht wird auch Uwe Werner seine Ehrung. Er ist seit acht Jahren Jugendtrainer und ebenso lange als stellvertretender Jugendleiter tätig.

  

Julian Reinard in China (05.09.08 - Badische Zeitung)

"Olympia? Da ist nichts übergeschwappt"

Mit dem ehemaligen SC-Torhüter Julian Reinard vom Landesligisten FC Neustadt, der in Peking vergeblich versuchte, chinesische Kicker zu trainieren

FUSSBALL. Volker Finke, Trainer-Legende, rühmte Julian Reinard, der in der Bundesliga-Saison 2003/04 beim SC Freiburg als Ersatz für die verletzten Richard Golz und Timo Reus wiederholt zwischen den Pfosten stand, als "Torwart der Zukunft" . Heute ist der hünenhafte 25-Jährige nur noch Hobbyfußballer. Auf dem Feld, als Verteidiger des Landesligisten FC Neustadt. Doch ein Fangkünstler ist er geblieben. Kurz vor Beginn seines Studiums in Schwenningen flog Reinard für sechs Wochen nach Peking, um vor und während der Olympischen Spiele junge chinesische Fußballer als Torwarttrainer zu unterrichten. Daraus wurde — nichts. Dennoch freut sich Reinard im Gespräch mit BZ-Redakteur Johannes Bachmann: "Ich hab’ die spanische Königin gesehen."

BZ: Sechs Wochen in China, um als Torwarttrainer Entwicklungshilfe zu leisten. Wie bereitet man sich darauf vor?
Reinard: Es hat alles nicht so geklappt wie geplant. Aber große Vorbereitung brauchte es da nicht. Ich hab’ so lange im Tor gestanden, da hat man alle Übungen im Kopf. Die chinesische Sprache kann ich ja nicht. Also gab’s im Vorfeld nicht so viel zu tun.
BZ: Wie kamen Sie auf die Idee, jungen Kickern in China Ihre Fangkünste zu vermitteln?
Reinard: Mein bester Kollege aus der Jugend, Matthias Brosamer, mit dem ich schon zu Sportclub-Zeiten zusammengewohnt habe, studiert seit dreieinhalb Jahren in Peking. Nebenher ist er sportlicher Leiter einer Fußballschule, in der Talente aus ganz China zusammengezogen werden. Jugendarbeit wie in Europa gibt es in China nicht. Die jungen Kicker wohnen in der Fußballschule, gehen dort zum Unterricht und haben dann nachmittags Training. Vereinsstrukturen sind unterentwickelt. Fußballteams sind meist reine Werksteams mit einer großen Firma als Sponsor, vergleichbar mit Bayer Leverkusen.
BZ: Sie haben vier Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele und während der Wettkämpfe in Peking gelebt. Ihre Eindrücke von Olympia?
Reinard: Ich hatte das Glück, dass ich das olympische Dorf zwei Tage lang von innen besichtigen durfte. Ein Bekannter von meinem Kollegen Brosamer, der im Dorf arbeitete, hat uns da ganz unbürokratisch eingeschleust. Das war sehr interessant. Wir haben uns die ganzen Gebäude angeschaut, haben eine Athletenwohnung besichtigt und waren dann in der Olympiadorf-Kantine&
BZ: ... und Sie waren dabei mitten unter Prominenten.
Reinard: Da war Platz für 3000 Sportler, die alle gleichzeitig gegessen haben. Als wir da aufgekreuzt sind, saß ganz in der Nähe die spanische Königin, die sich mit Athleten von der iberischen Halbinsel unterhielt. Schwimmstar Michael Phelps haben wir zwar nicht beim Essenfassen gesehen, aber Hochsprung-Olympiasiegerin Jelena Isinbajewa und die deutschen Handballer.
BZ: Wie haben Sie Peking vor dem Olympischen Dorf und abseits der Stadien erlebt? Gabs da Public Viewing oder nur privates Gucken vor dem TV-Schirm?
Reinard: Von der erhofften Olympiabegeisterung war beim Mann auf der Straße, also dem normalen Pekingnesen, wenig zu spüren. Olympia? Da ist nichts übergeschwappt. Da war kein Überschwang, vielleicht auch deshalb, weil diese gigantomanischen Spiele den Einwohnern von Peking ja auch viele Einschränkungen beschert haben. Wenn der Chinese Olympia schaute, dann eher daheim vor dem Fernsehschirm mit der Familie.
BZ: Und die Begeisterung für die chinesischen Sportler?
Reinard: Die war schon relativ groß. Vor allem die Goldmedaillengewinner sind sehr populär und mit vielen Werbeverträgen ausgestattet. Bei Sportarten, in denen die Chinesen aber keine große Rolle spielen und es auch kein chinesisches Idol wie Yao Ming im Basketball oder Ma Lin im Tischtennis gibt, ist das Interesse sehr begrenzt.
BZ: Mit was für einer Einstellung sind Sie nach China geflogen? Darf sich ein Sportler eine politische Meinung leisten?
Reinard: Ich war jetzt zum dritten Mal in China. Den Olympischen Spielen wurde alles untergeordnet. Die Sportstätten sind so gigantisch wie faszinierend. Geld spielte da keine Rolle. Es wurde ohne Rücksicht auf Verluste geklotzt und nicht gekleckert.

"Ich glaube nicht, dass viele Chinesen so sehr leiden, wie wir Europäer uns vorstellen, dass sie leiden müssten."

Reinard zum Leben in Peking


BZ: Ohne Rücksicht auf die Menschen?
Reinard: Das ist ein Thema, über das schon so viel gesprochen wurde. Grundsätzlich ist es, glaube ich, problematisch, wenn wir Europäer unsere Ansichten 1:1 auf die Chinesen projizieren. Das sind Kulturen, die sehr unterschiedlich sind. Vieles, was der Europäer in China als bedenklich bewertet, ist für den Chinesen normaler, gewohnter Alltag. Vor 30 Jahren ging es den Chinesen viel schlechter als heute. Heute geht es relativ vielen relativ gut. Ich glaube nicht, dass viele Chinesen so sehr leiden, wie wir Europäer uns vorstellen, dass sie leiden müssten.
BZ: Hatten Sie Kontakt mit Chinesen auf der Straße?
Reinard: Wenig. Eigentlich null. Wenn man kein Chinesisch kann, gibt es keine Kommunikation. Und politische Fragen braucht man nicht zu stellen, weil die meisten Chinesen sehr patriotisch sind und für solche Fragen wenig Verständnis haben.
BZ: Aber beim Fußballtraining hatten Sie engen Kontakt.
Reinard: Hätte ich gehabt, ja.
BZ: Hätte?
Reinard: Da war ja nichts. Ich habe weder die Mannschaft noch einen chinesischen Fußballspieler gesehen und nicht eine einzige Trainingseinheit absolviert. Es gibt eine Bestimmung, dass ausländische Studenten nicht in China arbeiten dürfen. Mein Kollege hat das aber ’ne Weile gemacht, musste aber, als ich in Peking ankam, aufhören, weil er bei irgendeiner Behörde angeschwärzt wurde. Sein Boss an der Fußballschule hat das ganze Projekt gestoppt.
BZ: Es war also nix mit Torwartübungen.
Reinard: Nö. Es sollte da eine Kooperation mit Hertha BSC geben. Die Kontakte waren geknüpft. Aber dann durfte ich nichts tun.
BZ: Hatten Sie dennoch Kontakt mit den jungen Kickern der chinesischen Fußballschule?
Reinard: Nein. Als ich in Peking ankam, waren die gerade bei einem zweiwöchigen Turnier in Norwegen und als sie wieder in China angekommen sind, haben sich die Jungs erstmal in den Urlaub verabschiedet. So bin ich gar nicht an der Fußballschule gewesen.
BZ: Dumm gelaufen.
Reinard: Ach, so dramatisch war das nicht. Aber ich hätt’ den jungen Chinesen schon gern was beigebracht.

  

Kunstrasenplatz (26.06.08 - Badische Zeitung)

Anpfiff für den neuen Kunstrasenplatz

Stadt hilft FCN und HSV, aber auf beide kommt viel Arbeit zu / Umwandlung so schnell wie möglich

TITISEE-NEUSTADT (pes). Auf den FC Neustadt und den SV Hölzlebruck kommt viel Arbeit zu: Die Spitzen der beiden heimischen Fußballvereine müssen Bauleiter spielen und gleichzeitig Geld sammeln, die Mitglieder sich auf Einsätze mit Pickel, Schaufel und Schubkarren einstellen. Als Lohn der Mühen erwartet sie ein Kunstrasenplatz im Jahnstadion als Ersatz für den berüchtigten Hartplatz, auf dem sich Generationen von Fußballern die Knie aufgeschürft und die Haut von den Schenkeln geschrubbt haben. Der Gemeinderat hat am Dienstagabend das Finanzierungskonzept abgesegnet.
An der Notwendigkeit bestanden nie Zweifel. Selbst Bürgermeister Armin Hinterseh erinnerte sich aus eigenen C-Jugend-Zeiten mehr an den Horror vor dem Platz als an das Ergebnis der "Packung" , die er und seine Mannschaft seinerzeit auf die Heimfahrt mitbekamen. Allein: Wer sollte es bezahlen? Die Stadt hat eigentlich kein Geld. Und trotzdem gelang ein "ein Schritt in die richtige Richtung", freute sich Hinterseh gestern bei einem Gespräch mit den Vorsitzenden Arnold Löffler (FCN) und Josef Heizmann (HSV).
Den entscheidenden Anstoß gab die Zuschusszusage des Badischen Sportbunds über 90 000 Euro. Dazu kam die Bereitschaft der Vereine, für 20.000 Euro Eigenleistung und 45.000 Euro an Geld einzubringen. Da erklärten sich Stadtverwaltung und Gemeinderat bereit, 180.000 Euro obendrauf zu legen, obwohl das Geld im Haushalt gar nicht vorgesehen ist. Die Gesamtkosten für den Kunstrasenplatz belaufen sich auf 334.567 Euro.
Derlei Großzügigkeit erwuchs aber nicht nur aus der Erkenntnis, dass beide Vereine gut funktionieren und "erstklassige" Jugendarbeit leisten. Sondern auch aus der Einsicht, dass der finanzielle Einsatz der Stadt langfristig sparen hilft.
Denn die hauptamtliche Stelle des Platzwarts wird laut Hintersehs Personalkonzept nach Johann Saiers Abschied in den Ruhestand nicht mehr neu besetzt. Ab dem Zeitpunkt übernehmen die Vereine für 25 Jahre den östlichen Teil des Jahnstadions (25.000 Quadratmeter) und pflegen dort Plätze und Anlagen (ohne Parkplatz, Clubhaus, Funktionsgebäude). Sie sind auch verantwortlich für das spielbereite Herrichten des Rasenplatzes (Linien ziehen, Tore stellen), die Stadt bleibt dort weiter für das Mähen zuständig. Schulsport und andere Nutzungen bleiben garantiert. Zudem müssen FCN und HSV als Bauherr auftreten und Planung, Ausschreibung, Vergabe und Bauabwicklung komplett in Eigenregie erledigen. Hinterseh sprach angesichts dieses Pflichtenkatalogs von einem "großen Entgegenkommen der Vereine". Löffler und Heizmann gaben den Dank zurück.
Der Gemeinderat diskutierte mit dem einhelligen Tenor: Es wird höchste Zeit. SPD-Fraktionssprecher Roland Weis sprach von einer gewissen Dynamik dadurch, dass viele umliegende Vereine inzwischen auf Kunstrasenplätzen spielen, ausgerechnet die Fußballer des Mittelzentrums aber noch auf einem "Betonplatz" kicken. Die bessere Situation der anderen Vereine erklärt sich laut Weis mit Eigenverantwortung. Vernünftigerweise, sagte er, habe man sich grundlegende Gedanken über das Jahnstadion gemacht, Eigenverantwortung trage nun auch in Neustadt Früchte. Bernhard Schindler (CDU) zeigte sich froh, dass die verbesserte Haushaltslage das Vorhaben begünstige. Leopold Winterhalder (Grüne) befand, das gefundene Modell helfe allen.
Weil sich die Dinge kurzfristig entwickelt haben, fällt es Löffler und Heizmann schwer, einen Zeitplan festzulegen. Die Parole lautet "So schnell wie möglich", am besten während der Pause im Spielbetrieb. Doch erst muss mit der Firma ein Termin bestimmt werden, dann müssen die Helfer die Vorarbeit erledigen, dann braucht die Firma fünf Wochen, danach muss - wieder in Eigenleistung - drum herum alles gerichtet werden.
Trotz der sich abzeichnenden Belastungen freuen sich Löffler und Heizmann. Endlich werde der Zündstoff aus der ewigen Diskussion um die Nutzung der Plätze herauskommen, atmet Löffler auf. Beide Vereine bieten derzeit je zwei Aktiven- und zwölf beziehungsweise zehn Jugendmannschaften auf, außerdem reißen sich weder die Gastgeber noch die gegnerischen Mannschaften darum, auf dem Hartplatz auflaufen zu müssen. Dieser hätte übrigens, fügt Heizmann an, sowieso überholt werden müssen.
Eine Hauptaufgabe wird es nun sein, Geld zu beschaffen. Dazu werden Briefe an die Mitglieder verschickt mit der Bitte, symbolisch einen "Baustein" zu erwerben. Ein Spielfeldabschnitt kostet 50 Euro, die Eckfahnen je 150 Euro, die Elfmeterpunkte und der Anstoßpunkt je 250 Euro. Wer lieber in die Fläche gehen möchte, kann buchstäblich auf seine Kosten kommen: Beispielsweise ein Fünf-Meter-Raum ist mit 800 Euro angesetzt, der Anstoßkreis mit 1500 Euro kalkuliert, ein Strafraum für 2000 Euro zu haben. Für das Tor muss man 5000 Euro hinblättern. Für die Bausteine gibt’s Zertifikate und auf einem großen Plan den Vermerk des Spendernamens. Bürgermeister Hinterseh ging gestern mit gutem Beispiel voran und sicherte sich den Anstoßpunkt.

  

Julian Reinard (09.05.08 - Südkurier)

Von Freiburg über Israel nach Neustadt
von Dietmar Zschabitz
(Südkurier)

Julian Reinard - FCN

Jeder junge Fußballer hat den Traum von der Bundesliga. Auch Julian Reinard gehörte dazu. Er zählt allerdings zu den wenigen Kickern, für die dieser Traum auch Wirklichkeit wurde. Der Spieler vom Landesligisten FC Neustadt trug vier Jahre lang das Torwarttrikot des SC Freiburg - zwei Spielrunden in der 1. Liga, zwei in der 2. Liga. Reinard kam dabei zwar "nur" auf elf Partien. Doch der damalige SC-Trainer Volker Finke bezeichnet die Nummer zwei hinter Richard Golz 2004 als "den Torhüter der Zukunft". Daraus wurde jedoch nichts: Verletzungen warfen den heute 25-Jährigen immer wieder zurück. 2006 verließ er Freiburg. Mittlerweile hat Reinard seine Profi-Laufbahn. Fußball ist für ihn wieder zu dem geworden, was es auch für Millionen andere Kicker ist: Ein schönes Hobby.
Dass Julian Reinard einmal ein erstklassiger Torhüter werden würde, war in seinen ersten Fußballer-Jahren ganz und gar nicht absehbar. Der in Scherzingen in der Schweiz geborene Reinard begann in der F-Jugend beim SV Allensbach und war zunächst fürs Tore schießen und nicht fürs Tore verhindern zuständig. "Aber als unser Torhüter aufgehört hat, stellte mich der Trainer zwischen die Pfosten", erinnert er sich. Fortan entwickelte sich der junge Reinard zu einem Schlussmann mit tollen Reflexen und kam über den FC Konstanz und den FC Schaffhausen mit 16 Jahren ans Jugendinternat des SC Freiburg.
In der Saison 2003/04 schnupperte Reinard mit 20 erstmals Bundesliga-Luft. "Das schönste Spiel war der 3:0-Sieg gegen den 1. FC Köln. Es war mein erstes Heimspiel und gleich eine Partie ohne Gegentreffer." Das war nicht immer so: Auch bei der 0:7-Heimklatsche im März 2005 im DFB-Pokal gegen Bayern München stand er zwischen den Pfosten.
Im Jahr 2006 verließ Reinard die Freiburger. "Ich war in der Saison 2005/06 oft verletzt und hatte auch nicht mehr das Gefühl, dass Volker Finke weiterhin auf mich setzt." Der Spruch mit dem Torhüter der Zukunft gehörte der Vergangenheit an.
Nach seinem Abschied aus dem Breisgau schrieb Reinard bei seiner nächsten Station Geschichte. Er wechselt in die erste israelische Liga zu Hakoah Ramat Gan und war somit der erste deutsche Fußballprofi in Israel. "Das war eine schöne Zeit und eine interessante Erfahrung." Doch wiederum waren es Verletzungen, die das Torhütertalent zurückwarfen. Nur wenige Monate dauerte sein Abstecher nach Nahost. Der Abschied war zugleich auch sein Ende als Fußballprofi - mit gerademal 23 Jahren.
Julian Reinard orientierte sich neu. Bei der Firma "Testo" in Lenzkirch nahm er eine Praktikumsstelle an und wird ab Oktober an der Schwenninger Berufsakademie ein dreijähriges Studium beginnen. Fußball rückte in den Hintergrund, doch ganz ohne seinen Lieblingssport wollte Reinard doch nicht sein. "Ich schaute mich um, welche Mannschaften es hier im Hochschwarzwald gibt. Dann schrieb ich eine E-Mail an Alfons Janisch, den Spielausschussvorsitzenden des FC Neustadt. Wir haben uns getroffen und so bin ich zu den Neustädtern gekommen." Das war zu Beginn dieses Jahres.
Sein Torwart-Trikot blieb aber im Schrank. "Ich wollte nicht mehr ins Tor stehen." Dabei hatte der Neustädter Landesligist gehofft, dass sich durch Reinards Kommen ihr größtes Problem, die Torhüterposition, lösen würde. Doch der Neue wollte ins Feld und fand dort schnell seine Position als Defensivspieler. "Ich war fast 20 Jahre zwischen den Pfosten eingesperrt. Das reicht."
Seine Kontakte zu einstigen Freiburger Mitspielern hat Reinard, der sich selbst als "Fußballverrückter" bezeichnet, nie abbrechen lassen. Zu Sascha Riether, derzeit VfL Wolfsburg hat er noch sehr gute Verbindungen. "Ich war erst vor kurzem wieder in Wolfsburg bei ihm."
Eine Rückkehr ins Profigeschäft schließt er aber aus. Nach dem Studium sieht er seine Zukunft in der freien Wirtschaft. Und in der Freizeit beim FC Neustadt. Reinard hat bereits für die nächste Saison zugesagt. Trainer Torsten Willmann freut's natürlich. "Julian ist bei uns ein wichtiger Spieler geworden und mit seiner Erfahrung für die jungen Spieler ein Vorbild." Kein Wunder, bei einem der zum kleinen Kreis der Fußballer gehört, die es bis in die Bundesliga geschafft haben.

  

Zwei Blaue übernehmen (28.12.07 - BZ)

Zwei "Blaue" übernehmen
Torsten Willmann und Gerd Dreher als gleichberechtigte Trainer beim Landesligisten FC Neustadt

FUSSBALL-LANDESLIGA (off). Alfons Janisch trägt einen Tag nach Weihnachten ein zufriedenes Grinsen im Gesicht. Er hat die Feiertage angenehm verbracht, aber noch mehr freut es den Spielausschussvorsitzenden des FC Neustadt, dass "zwei echte Blaue" die Nachfolge von Trainer Roland Vöstel antreten werden: Torsten Willmann (30) und Gerd Dreher (35) sollen als gleichberechtigte Trainer mit dem Schwarzwälder Landesligisten den Klassenerhalt schaffen. Gestern Abend wurden sie der Mannschaft vorgestellt.
Zweieinhalb Jahre stand Roland Vöstel beim FC Neustadt in der Verantwortung. Traineramt und berufliche Belastung waren zuletzt aber immer schwieriger zu vereinen, deshalb hatte sich Vöstel vorgenommen, im Sommer kürzer zu treten. Als "die Blauen" , gebeutelt von vielen Ausfällen, vor der Winterpause in acht Spielen ohne Sieg blieben und immer tiefer in den Tabellenkeller rutschten, entschloss sich Vöstel den Weg schon früher freizumachen: Nach dem 3:1-Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause in Wollmatingen trat er zurück. Auch Thomas Müller, der ihm als Assistent zur Seite stand, legte sein Amt nieder.
Janisch war über die Entscheidung Vöstels schon früher informiert. Er nahm Kontakt mit einigen Trainern aus dem Villinger Raum auf. "Die Bereitschaft, Belastungen auf sich zu nehmen, ist nicht mehr so gegeben wie früher" , sagt Janisch. Er kassierte Absagen. Auch im eigenen Verein. Umso mehr freut es ihn nun, dass er dennoch auf zwei "echte Blaue" gestoßen ist, die nach Aussage des Neustädter Spielausschussvorsitzenden "hoch motiviert sind und gerade bei den jungen Spielern einen guten Ruf haben" .
Willmann, der derzeit den Trainerschein macht, hat bereits die Neustädter A-Junioren drei Jahre lang trainiert, davon eine Saison zusammen mit Gerd Dreher. "Sie haben gezeigt, dass sie mit jungen Leuten umgehen können" , sagt Janisch und hofft, dass das Duo mit seinen frischen Ideen das junge Team mitreißt.
Willmann ist Polizeibeamter und wohnt in Titisee. Als Fußballer ist er in der Jugend des FCN groß geworden. Anschließend spielte er für Hölzlebruck und Hinterzarten, zuletzt hatte er ein paar Einsätze in der zweiten Neustädter Mannschaft.
Dreher, der heute 35 Jahre alt wird, wohnt in Löffingen und arbeitet als Industriefachwirt in Bonndorf. Auch er hat schon für den FC Neustadt gespielt.
Die Lösung mit zwei gleichberechtigten Trainern sei auf ausdrücklichen Wunsch der Beiden zustande gekommen, sagt Janisch. Bedenken habe er keine, auch wenn ein ähnlicher Versuch mit den Spielertrainern Jochen Amann und Hermann Heber in der Saison 2002/2003 nicht sehr fruchtbar verlief. "Ich gehe davon aus, dass sie es packen" , sagt Janisch, Willmann und Dreher seien "heiß und bekannt für konsequente Arbeit" .
Torsten Willmann Trainer 1. Mannschaft      Gerd Dreher Trainer 1. Mannschaft
Torsten Willmann (li.) und Gerd Dreher (re.) die neuen Trainer der 1. Mannschaft des FC Neustadt.

  

Die fetten Jahre sind vorbei (30.05.02 - BZ)

Die fetten Jahre sind überall vorbei
BZ-INTERVIEW: Alfons Janisch, Spielausschuss-Vorsitzender des FC Neustadt, über Zuschauerschwund, Geld und Fußtritte

FUSSBALL-VERBANDSLIGA: Nach dem fünften Rang im Vorjahr hat der FC Neustadt in der abgelaufenen Runde den siebten Platz belegt. Die Momentaufnahmen suggerieren Konstanz beim Hochschwarzwälder Verbandsligisten, doch steht sie auf wackligen Beinen: Vier Zähler trennten Neustadt von den Abstiegsrängen. Einerseits. Andererseits ist beim FCN nach dem Vorstandswechsel einiges anders als zuvor. Mit Alfons Janisch, dem Spielausschuss-Vorsitzenden, des FC Neustadt hat sich unser Redakteur Jürgen Ruoff unterhalten.

BZ: Sie arbeiten beim Wirtschaftskontrolldienst, überprüfen Lebensmittelbetriebe und decken hygienische Mißstände auf Welchen gravierenden Mangel haben Sie in der vergangenen Saison beim FC Neustadt entdeckt? 
Janisch: Einen schwer wiegenden Mangel haben wir nicht gehabt. Mit dem siebten Platz sind wir zufrieden. Die interne Zielsetzung war aufgrund des fünften Platzes im Vorjahr ein Rang zwischen drei und sechs. Diese Vorgabe haben wir nur knapp verfehlt. 
BZ: Demnach hat der FC Neustadt die Saison wunschlos glücklich beendet. 
Janisch: Das auch nicht. Der Schub, den wir uns nach der guten Vorsaison erwartet hatten, ist durch den schlechten Saisonstart kräftig in die Hose gegangen. Nach vier Spieltagen standen wir auf dem vorletzten Tabellenplatz mit nur einem Pluspunkt. Moralische Tiefschläge waren die Heimniederlagen gegen Endingen und Donaueschingen. In Anbetracht unseres Spielermaterials haben wir zu schlechte Spiele abgeliefert. Anfangs war einfach keine Spielharmonie vorhanden. Der Wille war erkennbar, aber es hat einfach nicht funktioniert. Das hat uns einige Zuschauer gekostet. 
BZ: Wie gravierend war der Schwund? 
Janisch: In dieser Saison sind wir nicht einmal mehr auf die Hälfte der Zahlen des Vorjahres gekommen. Rückläufige Tendenzen sind derzeit im Amateurfußball überall zu beobachten. Negativ auf den Besuch unserer Spiele haben sich auch die Heimspiele des SC Freiburg und die allgemeine Fußball-Überfrachtung durch das Fernsehen ausgewirkt. 
BZ: Werbung in eigener Sache hat die Mannschaft allerdings - vor allem am Saisonende - nur sehr launisch betrieben.
Janisch: Negativ war in der Rückrunde, dass sich einige Spieler sehr frühzeitig für andere Vereine entschieden haben. Eine Folge davon ist immer, bewusst oder unbewusst, dass solche Spieler nicht mehr mit ganzem Herzen und vollem Einsatz bei der Sache sind. Auch die Trainingsbeteiligung hat
darunter gelitten. Das wäre möglicherweise unter dem eisernen Regiment von Dieter Rinke anders gelaufen. 
BZ: Wie schwer wiegt der Verlust zweier erfahrener Trainer wie Dieter Rinke und Gerd Dörr? 
Janisch: Die Qualitäten eines Dieter Rinke sind bekannt und anerkannt. Auch Dörr hat, unterstützt von Co-Trainer Paul Grüninger, bewiesen, dass er Verbandliga-Tauglichkeit besitzt. Dörr hat die Erwartungen der Vorstandschaft mehr als erfüllt. 
BZ: Auch an der Vereinsspitze hat es einen Wechsel gegeben. Amold Löffier folgte auf Alexander Brunner. Weiche Konsequenzen sind damit verbunden? 
Janisch: Fakt ist zunächst, dass der FC Neustadt nicht in der Verbandsliga wäre, wenn Alexander Brunner nicht Vorsitzender und "Pacemaker" des Vereins gewesen wäre. Das trifft auf sein Engagement ebenso zu wie auf seine finanzielle Unterstützung. Fairerweise hat er dem Verein seinen Ausstieg frühzeitig angekündigt. Mit Nachfolger Seppi Löffler haben wir eine Ideallösung gefunden. Eine Konsequenz des Wechsels ist jedoch, dass wir den Etat herunter fahren müssen - wie viele andere Vereine übrigens auch. Die Einnahmen sind gesunken, den Sponsoren sitzen die Gelder nicht mehr so locker wie früher, andererseits steigen die Ausgaben ständig. 
BZ: Und in welche Richtung tendieren die Aufwandsentschädigungen für die Spieler? 
Janisch: Auch die werden wir beim FCN in der neuen Saison erheblich herunter fahren. Unverständlich ist für mich allerdings die "Preispolitik" gewisser Vereine auf der Baar, die die Spieler nach wie vor mit traumhaften Angeboten locken, aber in der Vergangenheit bereits die Versprechungen nicht einhalten konnten oder wollten. Ich glaube und hoffe, dass der Amateurfußball für die Spieler schon bald wieder mehr Hobby als Nebenverdienst wird. 

BZ: Mit Hermann Heber und Jochen Amann werden zwei Spieler die Trainingsverantwortung beim FC Neustadt übemehmen. Viele halten das Modell mit zwei Spielertrainern für gewagt - Sie auch? 
Janisch: Ich bin überzeugt, dass diese Lösung funktionieren kann, sonst hätte ich sie nicht auf den Weg gebracht. Auch die Mannschaft steht hinter der Entscheidung, das haben wir besprochen. 
BZ: Mit Nurhan Ardiclik und Rubin lbrahim stehen bisher erst zwei Zugänge fest. Weiterer Bedarf besteht, nicht nur auf der Torhüterposition. 
Janisch: Ardiclik war mehrfach bei uns im Probetraining und hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Auch Ibrahim ist ein ausgewiesenes Talent und wird seinen Weg machen. Derzeit haben wir nur einen Torhüter, Sebastian Grytner. In Rastatt stand er im FCN-Tor und hat seine Sache gut gemacht. Um einen zweiten Torhüter werden wir uns noch bemühen. Desweiteren suchen wir noch einen Spieler für die Defensive. Ein Manndecker, der über Landesliga-Erfahrung verfügt, hat bereits zugesagt. Mit Steffen Dotter vom FV Donaueschigen verhandeln wir noch. Das ist ein Wunschspieler von mir, der würde charakterlich gut zu uns passen. Aus der A-Jugend rücken Florian Reith und Florian Lang zu uns auf. 
BZ: Die Planungen zielen primär auf eine Verstärkung der Defensive. Warum? 
Janisch: Wir haben 58 Gegentore kassiert, das sind die zweitmeisten der Liga. Und wir hatten nicht den schlechtesten Torhüter. Hinten müssen wir was tun. 
BZ: Weniger Geld, junge Spieler - wie sehen Sie die Perspektiven des FC Neustadt? 
Janisch: Mir ist bewusst, dass man nur mit jungen Spielern in der Liga nicht bestehen kann. Aber wir haben ja nach wie vor eine erfahrene Stammmannschaft. Eine Verjüngung des Kaders ist trotzdem angesagt. Zukünftig wollen wir mit jungen Spielern aus der Region, die die Herausforderung Verbandsliga annehmen wollen, arbeiten. Zudem wollen wir die eigene Nachwuchsarbeit intensivieren. Derzeit haben wir 16 Auswahlspieler auf Bezirks- und Verbandsebene, das beweist die Qualität unserer Jugendarbeit. Eine Katastrophe ist die räumliche Situation im Jahnstadion was die Umkleideräume und sanitären Anlangen betrifft. Als Verein und Vorstandschaft fühlen wir uns dem Nachwuchs verpflichtet. Andererseits werden erhebliche öffentliche Gelder in einen offenen Jugendtreff investiert. Ich empfinde das gegenüber den Vereinen, die Jugendarbeit leisten, als Fußtritt.

  

Bericht Sportwochenende 2002 (15.07.02)   Badische Zeitung


Aufstand der "Kleinen" abgewehrt

Verbandsligist FC Neustadt gewinnt Raumschaftsturnier im Finale gegen FC Furtwangen mit 2:0

FUSSBALL (ah). Der Favorit wurde seiner Rolle gerecht: Das Turnier für aktiven Mannschaften des FC Neustadt endete mit einem 2:0-Endspielerfolg des gastgebenden Verbandsligisten über den FC Furtwangen. Im Spiel um den dritten Platz benötigte der FC Löffingen ein Elfmeterschießen, um sich mit 3:1 gegen den SV Grafenhausen durchzusetzen. Acht Mannschaften von der Kreis- bis zur Verbandsliga waren bei dem als Nachfolgeveranstaltung des "Brunner-Turniers" erstmals ausgerichteten Raumschaftsturniers mit von der Partie. Dennoch war ein Klassenunterschied oft nicht zu erkennen. Und gleich die ersten der 14 Turnierspiele warteten mit Überraschungen auf. So konnte sich der A-Kreisligist SV Hinterzarten in der 30-minütigen Spielzeit gegen den Landesligisten SV Hölzlebruck mit 1:0 durchsetzen. Bezirksligist TuS Bonndorf ertrotzte sich in der anschließenden Partie ein 1:1 gegen den FC Neustadt. Am Ende der Vorrunde hatte der Verbandsligist in der Gruppe II mit sieben Zählern trotzdem die Nase vorn.
Ebenfalls ungeschlagen zog der FC Furtwangen als Gruppensieger der Gruppe I ins Finale ein. Dort hielt der Bezirkliga-Aufsteiger bis zur 17. Spielminute ein 0:0, ehe Christian Hertenstein und Spielertrainer Jochen Amann zwei Abwehrfehler der Gäste in Tore ummünzen konnten. "Alle Jungen haben heute ihre Chance bekommen. Wir haben sie auf verschiedenen Positionen getestet und sie haben, wenn auch gegen unterklassige Gegner, recht gut ausgesehen", zeigte sich Neustadts Co-Trainer Paul Grüninger zufrieden. "Wir haben nur einmal trainiert und heute schon 120 Minuten gespielt. Ich habe einige Aufschlüsse gewonnen und bin zufrieden", resümierte Furtwangens Spielertrainer Jörg Klausmann. Im Spiel um Platz drei avancierte Löffingens Keeper Tobias Lauble mit drei gehaltenen Strafstößen zum Matchwinner. "Wir haben viel experimentiert und erstmals mit einer Viererkette gespielt", gewann Löffingens Coach Karsten Kraft dem Turnier trotz des frühen Zeitpunkts positive Seiten ab.

Ergebnisse: SV Hölzlebruck - SV Hinterzarten 0:1, FC Neustadt - TuS Bonndorf 1:1, FC Löffingen - FC Furtwangen 1:1, TuS Bräunlingen - SV Grafenhausen 0:2, SV Hölzlebruck - FC Furtwangen 1:3, FC Neustadt - SV Grafenhausen 3:1, FC Hinterzarten - FC Löffingen 0:2, TuS Bonndorf - TuS Bräunlingen 1:1, SV Hölzlebruck - FC Löffingen 0:0, FC Neustadt - TuS Bräunlingen 3:0, SV Hinterzarten - FC Furtwangen 2:2, TuS Bonndorf - SV Grafenhausen 0:4. Spiel um den dritten Platz: FC Löffingen - SV Grafenhausen 3:1 n. E., Endspiel: FC Neustadt - FC Furtwangen 2:0.

  

Fußball-Bezirkstag in Mundelfingen (15.07.02)   Badische Zeitung


Den Herausforderungen mit Teamgeist trotzen
Fußball-Bezirkstag in Mundelfingen / Vorsitzender Franz Kern: Frauenfußball stagniert / Weniger Strafsachen, aber 16 Verfahren allein gegen einen Verein

FUSSBALL (bra). Der Bezirksvorsitzende Franz Kern (Titisee-Neustadt) konnte am Samstag nach drei Stunden einen ruhigen Bezirkstag in Mundelfingen beschließen. Eberhard Schmoock als Vertreter des Südbadischen Fußballverbands unterstrich, dass bei der WM der Teamgeist Erfolgsgarant der deutschen Mannschaft gewesen sei. "Dies wollen wir uns auch an die Fahnen heften", zeigte sich Schmoock besonders erfreut darüber, dass der FC 08 Villingen den Klassenerhalt doch noch geschafft hat.
"Zwar sind alle unsere Vereine in der Ober- und Verbandsliga geblieben, doch haben wir in der Landesliga einen und in der Landesliga der Frauen gleich drei Plätze verloren", analysierte Bezirksvorstand Franz Kern. Im Fall des Landesligisten SV Immendingen konnte der Bezirk einem Rückzug in die Kreisliga A nicht zustimmen. Bewährt haben sich die Spielgemeinschaften. "Für manchen Verein ist sie der letzte Strohhalm, um den Spielbetrieb weiter aufrecht zu erhalten und so den Jugendspielern eine Perspektive zu bieten", sagte Kern. Auf der Stelle trete der Bezirk beim Frauenfußball, wobei sich in der Bezirksliga (sechs Teams) sich die Zahl kaum, beim Kleinfeld (acht) gar nicht verändere. Kern: "Der Trend sollte eigentlich sein, dass die Vereine über das Kleinfeld in die Bezirksliga wechseln können. Aber letztlich muß man sich fragen, wo die Vielzahl von B-Mädchen später bleiben."
Strafsachenbearbeiter Adolf Wehrle (Neukirch) verlas in seinem Jahresbericht, dass die Straffälle im Vergleich zum Vorjahr von 391 auf 363 gesunken sind, ebenso die Geldstrafen von 10 230 Euro auf 8 520. Gesperrte Spieler gab es mit 216 genauso viele wie im Vorjahr. Die Zahl der Spielabbrüche sank von elf auf sieben, wobei ein Spiel davon neu angesetzt wurde. Positiv wertete Wehrle die gesunkene Zahl der Spielverzichte von 48 auf 19. Verfehlungen von Vereinsmitgliedern- und anhängern gab es 17 (Vorjahr: 11). "Vor allem bei Tätlichkeiten gegen Schiedsrichter müssen wir den Hebel ansetzen. Es kann nicht sein, dass der Schiedsrichter nach dem Spiel eine Stunde in seiner Kabine warten muss, bis die Polizei eintrifft und ihn in ihrem Schutz nach Hause begleitet. Es war zwar nur ein Einzelfall, aber schon einer zuviel", sagte Wehrle. Gegen einen Verein wurden allein 16 Verfahren eingeleitet, einen Kommentar verkniff sich Wehrle. Lobend hob er die Vereine SV Döggingen, SV Unadingen und den FC Neustadt II hervor, die straffrei geblieben waren.
Ohne Gegenstimme wurde der Bezirks-Fußballausschuss (BFA) Schwarzwald von den 94 anwesenden Vereinen entlastet. Für das laufende Wahljahr fielen Ergänzungswahlen für den BFA an, da Achim Tröscher (Neukirch), seit 1993 im BFA tätig und seit 1998 stellvertretender Bezirksvorsitzender (für ihn nimmt nun Kuno Kayan/Villingen dieses Amt ein) sowie Rudolf Kleiser (Hinterzarten), bisher Staffelleiter der Bezirksliga und Kleinfeldstaffel Frauen, aus beruflichen Gründen ausgeschieden sind. Dem Vorschlag des BFA, Hans-Harro Jockisch (Möhringen), zuvor schon Staffelleiter, und Peter Becker (Hinterzarten) als Nachfolger zu berufen, wurde vom Bezirkstag einstimmig angenommen.
Über das Thema "Vereinsveranstaltungen und Jugendschutz" referierte anschließend Hauptkommissar Uwe Stockbauer vom Polizeirevier Blumberg. Der FC Weilersbach, einziger Bewerber für den Bezirkstag 2003, wird diesen am 12. Juli 2003 ausrichten. Adolf Scheuble (Ewattingen) stellte die Einteilung der Spielklassen vor. Mangels Masse wurde die "alte" Kreisliga B, Staffel VI, in der nur sechs zweite Mannschaften von Bezirksligisten spielten, aufgelöst. Anfragen gab es seitens des SV Mundelfingen und des FC Gutmadingen, ob der letzte Spieltag für die Kreisliga A, Staffel II, sowie die Kreisliga B, Staffel II, nicht auf Samstag vorverlegt werden könnten, was die breite Zustimmung der betroffenen Vereine fand und im Spielplan berücksichtigt wird. Die Bezirksliga und die Kreisliga A III beginnen ihre Saison am 17./18. August 2002, die Kreisliga A I und A II sowie die Kreisliga B am 24./25. August, die Bezirksliga und Kleinfeldstaffel der Frauen am 31. August/1. September 2002.

  

Jugendversammlung (11.11.02)

Rudi KÖNIG führt weiterhin die FCN-Jugend

Eine recht lockere, harmonische und überzeugende Atmosphäre herrsche bei der Jugendversammlung des FC Neustadt am Freitag, 11. Oktober 02 in der Stadiongaststätte im Jahnstadion. Zu Beginn der Versammlung konnte Jugendleiter Rudolf König insgesamt 60 Jugendliche, Trainer, Betreuer sowie Eltern und einen Großteil der Vorstandschaft des FCN um den 1. Vorsitzenden Arnold Löffler begrüßen. Die Anwesenheit der Vorstandsmitglieder spiegle das große Interesse des Vereines am Jugendfußball wieder, so Rudi KÖNIG in seiner Begrüßung. In seinem Tätigkeitsbericht, dankte er allen Beteiligten, die zur Aufrechterhaltung des Jugendfußball in Neustadt beitragen. Im Besonderen den insgesamt 200 Jugendfußballern und 30 Jugendtrainern, sowie der gesamten Vorstandschaft und den zahlreichen Freunden, Gönnern und Sponsoren von Trikots, Bällen etc.
In der abgelaufenen Saison wurden die F 1 und die F 3 –Junioren Meister in den letztmals ausgespielten F-Junioren Verbandsrunden. Ebenso Meister in ihrer Klasse wurden die E 1 und die E 2-Truppe des FCN. Die D-Junioren belegten mit der I. Mannschaft den zweiten Platz und mit der zweiten Mannschaft den 4. Tabellenplatz. Die C-/B-/ und A-Junioren die allesamt in der Verbandstaffel um Punkte kämpften, erreichten alle das angestrebte Ziel, den Klassenerhalt. Die A-Junioren mit einem viel versprechenden 6. Tabellenplatz. Insgesamt  waren hierzu, einschließlich der Hallensaison, 370 Spiele notwendig, um den Spielbetrieb der Saison 2001/2002 abzuwickeln.
Zusammen stellte der FC Neustadt mit seiner Jugendabteilung im vergangenen Jahr 10 Auswahlspieler in den Altersklassen D- bis A-Junioren. Größter Erfolg hierbei war sicherlich die kürzliche Berufung von Mathias KAISER in die U 18 Auswahl des südb. Fußballverbandes. Auch im Umfeld der Jugendabteilung wird, so Rudi KÖNIG, kräftig gearbeitet. In nicht einmal 2 Monaten wurde der sogen. Eisenbahner-Sportplatz mit Unterstützung des Freundeskreises und einheimischen Firmen, so wie den Jugendtrainern komplett umgepflügt und neu eingesäht. In der Folge sollen dort noch Umkleidemöglichkeiten geschaffen werden.
In der neuen Saison stellt der FC Neustadt im Jugendbereich wieder insgesamt 13 Jugendmannschaften und 30 Jugendtrainer, die den Kindern und Jugendlichen eine gute Möglichkeit zur sportlichen Ausbildung bieten. So viele gute und engagierte Jugendtrainer findet man selten in einem Verein, so das Lob von Rudi KÖNIG an die Übungsleiter. Ebenso ist es der Jugendleitung gelungen mit Florian KETTERER und Kevin KOPFMANN zwei Jugendliche dazu zu motivieren, den Schiedsrichterlehrgang zu absolvieren und damit das Schiedsrichter Kontingent des FCN anzuheben.
Die Entlastung des Jugendausschusses übernahm der 1. Vorstand des FCN, Arnold LÖFFLER. Diese erfolgte nach Abstimmung durch die Jugendspieler einstimmig. Bei der Wahl zum Jugendausschuss übernahm Arnold LÖFFLER den Part des Wahlleiters und konnte nach Abstimmung Rudolf KÖNIG zum neuen/alten Jugendleiter des FCN gratulieren. Zu dessen Stellvertreter wurden Rolf ECKERT und Uwe WERNER gewählt. Auch im nächsten Jahr heißt der Kassierer der Jugendabteilung des FCN Gregor AEPFELBACH. Zum Elternvertreter bleibt nach einsitmmiger Abstimmung in alt bewährter Manier Helmut REITH. Mannschaftssprecher der Jugend wurden Johannes SCHLENKER
(A-Junioren), Florian KETTERER (B-Junioren) und Dominic D´ANTINO (C-Junioren).
Rudi KÖNIG dankte der Versammlung für das Vertrauen und konnte die Versammlung nach 1 ½ Stunden mit dem Hinweis schließen, dass bei der angespannten wirtschaftlichen Lage die Eltern der Jugendspieler hauptsächlich im finanziellen Bereich in den kommenden Jahren voraussichtlich noch etwas mehr zur Verantwortung gezogen werden müssen.
  ** Bericht: Rolf Eckert (2. Jugendleiter)

  

Generalversammlung (25.10.02) Badische Zeitung

Mit leerer Kasse im Fußballtief
Dem Fußballclub Neustadt fehlen Sponsoren / Abstieg droht

TITISEE-NEUSTADT (sb). Ein sportliches Auf und Ab erlebte der Fußballclub Neustadt in diesem Jahr. Vieles mit Erfolg geleistet haben die Mitglieder dennoch. Im kommenden Jahr muss der FCN weiter sparen, erfuhren die Teilnehmer der Hauptversammlung am Freitagabend im "Jägerhaus". "Die rosigen Zeiten im Fußball sind vorbei", verkündete Hans Waldvogel mit Blick auf die von ihm geführte Kasse. Bereits in diesem Jahr hatte der Verein kräftig geknausert, kommendes Jahr will er noch einmal mehr als 20 000 Euro einsparen.
Mehrere Mitglieder wurden in der Versammlung vom Verein geehrt, Werner Döbele, seit 50 Jahren FCN-Mitglied, wurde Ehrenmitglied. In Verbindung mit der finanziellen Entwicklung des FCN werden sich die 674 Mitglieder auch an neue sportliche Ergebnisse gewöhnen müssen: Die erste Mannschaft werde aus finanziellen Gründen neu aufgebaut - nachrücken sollen vor allem Spieler aus der eigenen Jugend und Talente aus der Region. Dafür werde man auch den Abstieg in Kauf nehmen, um dann mit neuer Kraft und Struktur wieder guten Fußball zu spielen und den Verein zukunftssicher zu machen, verkündete Spielausschussvorsitzender Alfons Janisch. Auf dem siebten Tabellenplatz hatte die erste FCN-Mannschaft die vergangene Saison abgeschlossen, heute steht die Mannschaft auf dem drittletzten Platz mit sieben Punkten Abstand zu einem Nicht-Abstiegsplatz. Der Klassenerhalt ist Ziel der fünften Verbandsligasaison. Mit den Neuzugängen aus den eigenen Reihen und mehreren Abgängen habe sich der Altersdurchschnitt der Mannschaft auf 23 Jahre gesenkt, hörten die Mitglieder.
Chancen für talentierte Kicker
Trotz der sportlichen Schwäche sei die Kameradschaft so gut wie selten zuvor, berichtete Janisch, der auch in dieser schweren Zeit auf den starken Rückhalt des Vorstandes vertrauen kann. Durch die Übernahme vieler guter Spieler aus der zweiten Mannschaft sei diese sehr stark geschwächt, dennoch will man jedem talentierten Fußballer die Möglichkeit geben in der ersten Mannschaft auflaufen zu können.
Die zweite Mannschaft belegt derzeit den letzten Platz , aber "die Rückrunde gehört uns", zeigte sich Michael Meier optimistisch. Die 17 Spieler würden sich gut am Training beteiligen und die Trainer leisteten gute Arbeit - woran der Platz im Tabellenkeller liege, wisse er nicht. Um so erfreulicher waren die Ausführungen über die Jugendabteilung für die Anwesenden. Elf Mannschaften von der F- bis zur A-Jugend beherbergt der FCN, und in Zukunft könne man wohl mit guten Früchten für die erste und zweite Mannschaft rechnen. Die Jugendabteilung bilde den Grundstock für die Zukunft des Vereins, betonte Vorsitzender Arnold Löffler.
Oft hatten die Nachwuchskicker die Runde als Meister oder auf einem der ersten drei Plätze abgeschlossen - aber selbst wenn sie nicht ganz oben mitgespielt haben, könne man mit dem Ergebnis der Jugendmannschaften sehr zufrieden sein. Nach der laufenden Saison könne man damit rechnen, dass keine Mannschaft absteigen muss, zeigte sich Rolf Eckert optimistisch. Mehr als 300 Spiele haben die Kinder und Jugendlichen in der Saison 2001/2002 absolviert. Vorbereitet wurde der FCN-Nachwuchs dabei von 25 Trainern und Betreuern. Auch neben dem eigentlichen Spielbetreib ist die große Abteilung sehr rege: Trainingslager wurden absolviert, bei mehreren Veranstaltungen von Neustädter Unternehmen bewirtete die Jugendabteilung und besserte damit ihre Kasse auf. Der Eisenbahnersportplatz wurde saniert, jetzt soll dort noch die Hütte hergerichtet werden.
Auf keinem grünen Zweig
"Jetzt haben wir etliche tausend Euro eingespart und wir kommen auf keinen grünen Zweig - es macht keinen Spaß mehr", zeigte sich Kassierer Hans Waldvogel über die derzeitige Situation enttäuscht. Nicht nur, dass das (Sponsoren- und Förder-) Geld nicht mehr so fließe wie früher, auch der Verwaltungsaufwand sei durch immer neue Rechtsvorschriften ehrenamtlich kaum noch zu bewältigen. Sparen könne der Verein etwa auch, wenn sich mehrere Mitglieder bereit erklären würden, als Schiedsrichter zu arbeiten. Jeder Verein müsse je nach Größe eine unterschiedliche Zahl von Schiedsrichter stellen - fünf seien eigentlich für den FCN Pflicht, drei habe er. Deshalb müsse der Verein in jeder Saison eine Strafe zahlen.

Auf diesem Bild sehen Sie unseren inzwischen verstorbenen Ehrenbeirat Anton Rihm und das neue Ehrenmitglied Werner Döbele.

Als langjährige Mitglieder des FCN wurden geehrt: Roland Furtwängler, Axel Kiefer, Rolf Leber (alle 40 Jahre Mitglied, goldene Ehrennadel), Alfred Bombardi, Andreas Scherer, Werner Schubnell, Peter Stöß und Mathias Straub (25 Jahre, silberne Ehrennadel). Hans Waldvogel gehört dem Verein seit 40 Jahren an und ist seit 15 Jahren Hauptkassierer. Er erhielt die goldene Ehrennadel. Mike Kreuz und Claus Winter sind seit acht Jahren Jugendtrainer. Sie wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet.

Ehrungen für langjährige Treue zum Verein und besondere Verdienste gab es u.a. für (von links): Werner Schubnell (25 Jahre Mitglied/silberne Ehrennadel), Werner Döbele (50 Jahre/Ehrenmitglied), Axel Kiefer (40 Jahre/goldene Ehrennadel), Dr. Claus Winter (8 Jahre Jugendtrainer/silberne Ehrennadel), Hans Waldvogel (40 Jahre Mitglied/15 Jahre Hauptkassierer/goldene Ehrennadel) und Mike Kreuz (8 Jahre Jugendtrainer/silberne Ehrennadel)

  

Jugendversammlung 4. Juli 2003

Am 4. Juli 2003 fand in der Gaststätte im Jahn-Stadion die diesjährige Jugendversammlung statt. Es blieb alles beim alten. Rudolf König weiterhin an der Spitze der Jugendabteilung. Seine Stellvertreter sind auch im nächsten Jahr Rolf Eckert und Uwe Werner. Für die Kasse ist auch im nächsten Jahr Gregor Aepfelbach zuständig. Nähere Einzelheiten siehe unten. Allerdings sei an dieser Stelle noch erwähnt: Die Presse war wieder einmal nicht da. Sie scheint sich für gute Jugendarbeit nicht zu interessieren. Schade kann man da nur sagen.

Rudolf KÖNIG für ein weiteres Jahr Jugendleiter beim FC Neustadt

In einer sehr harmonisch verlaufenden Jugendversammlung des FCN am 04.07.2003 in der Gaststätte des Jahnstadions in Neustadt wurde Rudi KÖNIG einstimmig für ein weiteres Jahr zum Jugendleiter des FC Neustadt gewählt. Unter den insgesamt 50 anwesenden Jugendspielern/Trainern Betreuern sowie Eltern hatte sich auch die gesamte Vorstandschaft um seinen Vorsitzenden Seppi LÖFFLER eingefunden, was so Rudolf KÖNIG in seinen Begrüßungsworten, das besondere Interesse des Vereines für den Jugendfußball wiederspiegle. Außerdem werde man das begonnene Konzept, auf die Jugend zu setzten, ganz kontinuierlich und konsequent weiter verfolgen. Hier sei auch die Unterstützung der gesamten Vorstandschaft gewährleistet. Einer der wichtigsten Faktoren ist hier der Freundeskreis des FC Neustadt unter der Leitung von Manfred SCHULZE, dem ein besonderer Dank galt.
Mit den rund 160 Jugendfußballern hatte man eine Saison mit mehr Höhen als Tiefen bewältigt. Die A-Junioren belegten einen hervorragenden 3. Platz in der  Verbandsstaffel und war sogar einige Zeit nahe am Aufstieg in die Juniorenliga. Die B-Junioren mussten den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten. Hier waren jedoch für einige Spieler Doppelbelastungen angesagt, da sie auch zeitweise bei den A-Junioren eingesetzt wurden. Die C II-Junioren konnten in der Kleinfeldrunde mit 71 geschossenen Toren einen hervorragenden 2. Platz belegen. Die C I-Junioren sicherten sich mit einem 8. Platz den Klassenerhalt in der Verbandsstaffel. Die D II kam ebenso in der Kleinfeldrunden auf einen 6. Platz und die D I  erreichte in der Bezirksstaffel mit 65 geschossenen Toren einen 4. Platz.  Die E II-Junioren belegten in der Kleinfeldrunde den 7. Tabellenplatz. Die E I sicherte sich mit 43 Punkten und 66 Toren die Vizemeisterschaft.
Bei den F-Junioren  war in der vergangenen Saison erstmals der neue Spielmodus zum Tragen gekommen. Sinn des neuen Modus soll sein, dass in sogenannten Spielnachmittagen mit verkleinerten Spielfeldern so viel Spieler wie möglich zum Einsatz kommen. Einer offiziellen Wertung unterliegt dieser Modus nicht. Der FC Neustadt hatte für diesen Modus insgesamt fünf F-Juniorenmannschaften gemeldet. Zusammen mit den Hallenbezirksmeisterschaften, wo die D-Junioren Vize Hallenbezirksmeister wurden, mussten in der Jugendabteilung insgesamt 341 Spiele abgewickelt werden.
Beim gerade erst am Samstag, 05.07.2003 in Hüfingen ausgetragenen Talente-Cup für den Jahrgang 1992 konnten die FCN-Jugendlichen Philipp WALDVOGEL, Rick KIEFER, Paul SÖRGEL und Jonas KETTERER mit ihrer Kleinfeldmannschaft unter 20 Teams einen außerordentlichen 2. Platz belegen.
In den 13 Jugendmannschaften des FCN waren insgesamt 30 Trainer und Betreuer im Einsatz. Auch dies mache die Suche um Trainer Jahr für Jahr nicht einfacher und bedeute für alle immer mehr an Engagement und Einsatz, so Rudolf KÖNIG. 
Außerdem waren von den zahlreichen Jugendspielern 10 Spieler in den einzelnen Fördergruppen des Bezirkes Schwarzwald und der südbadischen Auswahl vertreten.
In der kommenden Saison werden beim FC Neustadt wiederum 13 Jugendmannschaften dem runden Leder nachjagen. Dabei wird im A-Juniorenbereich, wo der Zulauf in den vergangenen Jahren immer größer wurde, eine zweite Mannschaften gemeldet werden.
Bei den Neuwahlen innerhalb der Jugendabteilung wurden Rudi KÖNIG als Jugendleiter, sowie Rolf ECKERT und Uwe WERNER zu seinen Stellvertretern gewählt. Zum Kassenwart wurde wieder Gregor Aepfelbach, zum Elternvertreter Helmut REITH und zu den Vertretern der einzelnen Mannschaften Felix VOGELBACHER (A-Jun.), Dominic D`ANTINO (B-Jun.) und Peter SCHUBNELL (C-Junioren) gewählt.
Seppi LÖFFLER, der die Wahl des Jugendleiters vorgenommen hatte, bedankte sich bei allen Beteiligten, die den Jugendfußball in Neustadt unterstützen. Besonders hob er hier die Arbeit und den Einsatz der Jungendtrainer und Betreuer hervor, ohne deren Engagement ein solcher Berg von Spielen überhaupt nicht zu bewältigen wäre. Auch so, Seppi LÖFFLER, wäre bei der Stadt darüber nachzudenken, ob Vereine mit einer solch hohen Anzahl von Jugendlichen nicht in irgendeiner Form unterstützt werden sollten.

  

18.01.2004 * Die "Zweite", die am Ende Erster wurde


FC Neustadt gewinnt Hallenfußball-Turnier des Stadtnachbarn SV Hölzlebruck

HALLENFUSSBALL (off). Alfons Janisch wird ein ausgeprägter Spürsinn nachgesagt: Er könne einen Fußball auch durch eine 30 Zentimeter dicke Schneeschicht noch riechen, vermuten Leute, die ihn kennen. Ob er durch die Weihnachtspause schon unter Entzugserscheinungen litt, war nicht in Erfahrung zu bringen, aber am Hallenturnier des SV Hölzlebruck kamen seine Augen am vergangenen Wochenende natürlich nicht vorbei.
Was sie zu sehen bekamen, dürfte ihnen gefallen haben. Denn Janischs Verein, der FC Neustadt, als zweite Mannschaft gemeldet, "aber", so Jochen Amann, "aufgrund einiger Ausfälle" dann doch mit zahlreichen Spielern aus der Landesligamannschaft angetreten, hat das Turnier gewonnen. Vor der ersten Mannschaft des SV Hölzlebruck. Die zwei Stadtnachbarn duellierten sich sechzehn Minuten um den Turniersieg, nachdem das Gruppenspiel zwischen beiden Teams zuvor 1:1 geendet hatte. "Die Schwachen gegen die Starken", titulierte Roland Vöstel, Hölzlebrucker Trainer, das finale Kräftemessen, selbstredend sah er sein Team in der Rolle des Außenseiters. Eine Woche vor dem Trainingsbeginn im Freien sei für ihn das Wichtigste, sagte Vöstel, "dass sich keiner der Spieler ernsthaft verletzt".
Wie das Kaninchen vor der Schlange agierte der HSV zunächst im Endspiel gegen das Neustädter Quintett um Spielertrainer Jochen Amann. Thomas Heizmann schürte mit dem 1:0 (3.) kurzzeitig Hoffnungen beim Außenseiter, die Amann mit dem Ausgleich (6.) und dem 2:1 (7.) sowie Mehmet Basci mit dem 3:1 (13.) alsbald zunichte machten. Das technische bessere Spiel der Neustädter hatte sich durchgesetzt, "wir wollten den Ball laufen lassen, das ist uns gut gelungen", sagte Amann nach dem Spiel.
Auffallend war besonders sein blindes Verständnis mit Basci. Kein Wunder, der kommt aus Amanns Heimatverein, "zudem habe ich ihn schon in der Jugend trainiert", sagte der Neustädter Spielertrainer. Das Spiel um Platz drei entschied der SV Titisee gegen Eisenbach im Siebenmeterschießen für sich.
Die Ergebnisse unserer Zweiten:
FCN II - SV Hinterzarten 3:0 * FCN II - SV Saig 2:0 * FCN II - SV Hölzlebruck I 1:1

Die beste Technik hat sich in der Halle durchgesetzt: das Neustädter Team um
Jochen Amann (vorne: Zweiter v.l.)

  

30.01.2004 * Jochen Amann geht, Uli Zäh kommt 

Löffler: "Er war unser Wunschkandidat" / Trainerwechsel beim FC Neustadt zum Saisonende

FUSSBALL-LANDESLIGA (off). Der Neuanfang hatte einen Namen: Jochen Amann (28). Vor zwei Jahren hat er als Spielertrainer - zunächst eine Saison zusammen mit Hermann Heber - die sportliche Verantwortung beim FC Neustadt übernommen und auch nach dem Abstieg wurde er nicht müde zu verkünden, dass er "mit der jungen Mannschaft hier etwas aufbauen will". Seit wenigen Tagen steht jedoch fest, dass Amann nur noch bis zum Saisonende Spielertrainer des FCN sein wird. Angesprochen auf seine Ziele mit der Mannschaft sagt er: "Der langfristige Aufbau darf ja nicht an einzelnen Personen hängen. Der Verein wird den Weg mit der Jugend auf jeden Fall weiter gehen".
Amann wird im Sommer seine Ausbildung zum Maschinenbau-Techniker abschließen. Ihn drängt es anschließend in den Beruf. Wo ihn die Stellensuche hinspülen wird, weiß er derzeit noch nicht, etwas anderes dafür aber ganz genau: "Der zeitintensive Trainerjob ist mit den Belastungen als Berufsanfänger nicht mehr vereinbar." Deshalb hat er den FC Neustadt frühzeitig informiert, das Traineramt niederzulegen und auch "einige andere Trainerangebote aus der Landesliga" abgelehnt. Amanns Zukunft als Spieler ist ungewiss und hängt wesentlich davon ab, wo er eine Stelle findet.
Neuer Trainer des FC Neustadt wird Uli Zäh aus Schönau. Der 39-Jährige hat vier Jahre lang bis zum Oktober 2003 die A-Jugend des FC Neustadt gecoacht. "Er war unser Wunschkandidat", sagt Arnold Löffler, erster Vorsitzender des Vereins. Der Großteil der FCN-Spieler, die er zum 1. Juli übernehmen wird, hatte Uli Zäh bereits in der Jugend unter seinen Fittichen. Löffler frohlockt: "Er kennt den Verein und die Spieler kennen ihn." Fürs erste scheinen beim FC Neustadt alle zufrieden und glücklich.

Jochen Amann

Uli Zäh

  

29.03.2004 * Jochen Amann tritt zurück

Jochen Amann tritt zurück
Uli Zäh übernimmt heute das Training beim FC Neustadt

FUSSBALL-LANDESLIGA (jb). Den Kopf voller Formeln, in Gedanken an einer kniffligen Diplomarbeit im Studiengang Maschinenbau, das Herz beim FC Neustadt und die Seele bei seinen 16 Mitspielern: Jochen Amann, Fußballer aus Leidenschaft, hat in den vergangenen Monaten viele Lasten geschultert. Am Samstagabend wurde der Druck zu groß. "Schweren Herzens" trat der Spielertrainer des FC Neustadt nach der 0:4-Niederlage in Bermatingen zurück, aus freien Stücken und mit einem klaren Ziel: "Ich will der Mannschaft mit diesem Schritt helfen." Weil Amann zwar das Amt, nicht aber seine Vorbildfunktion aufgibt, wird er dem FCN erhalten bleiben. Als Spieler. Das nennt Alfons Janisch, zur Zeit kommissarischer Vertreter des seit zwei Wochen im Krankenhaus liegenden Spielausschussvorsitzenden Mario Schätzle, einen "feinen Zug. Jochen Amann ist und bleibt ein Mensch mit Charakter."
Weil Amann sich treu bleibt, hat er seinem Nachfolger, der ursprünglich erst zum 1. Juli im Jahnstadion antreten sollte, schon jetzt "alle Unterstützung zugesagt." Die wird Uli Zäh, bislang A-Jugendtrainer des FCN, gebrauchen können. Heute Abend wird der 39-Jährige offiziell der Mannschaft vorgestellt und hat danach beim Training erstmals uneingeschränkt das Sagen.

FCN-Aktuell

Uli Zäh neuer Trainer der 1. Mannschaft - Dank an Jochen Amann

10 Spiele vor Abschluss der Saison übernimmt Uli Zäh nun 3 Monate früher als geplant das Traineramt. Den Weg dazu hat Jochen Amann mit seinem Rücktritt nach der Niederlage in Bermatingen frei gemacht. Vorstandschaft und Jochen Amann haben und hatten ein gemeinsames Ziel vor Augen: Den Abstieg verhindern! Daher stellte Jochen Amann das Traineramt kurzfristig zur Verfügung in der Hoffnung, dass mit Uli Zäh neuer und entscheidender Schwung in die Mannschaft kommt und die nötigen Punkte zum Klassenerhalt noch in den restlichen 10 Spielen eingefahren werden können. Jochen Amann wird weiter zum Aufgebot gehören und nunmehr nur als Spieler mithelfen, die Erfolge, die ihm als Trainer nicht vergönnt waren, zu feiern. Die Vorstandschaft bedankt sich an dieser Stelle bei Jochen Amann für seine geleistete Arbeit und auch für seine Entscheidung, die insbesondere Charakterstärke beweist. Jochen Amann hätte in jedem Bericht und jeder Vorschau mit einer langen Verletztenliste klagen und jammern können. Er hat dies nicht getan und die Hoffnung auf die Wende nicht aufgegeben. Gerade nach der Winterpause waren wir auch immer nah dran, ein Punkt beim FC 08 Villingen II, 3 Punkte gegen die DJK Villingen waren jeweils greifbar nahe. Doch der Fußballgott wollte es anders. Auch in Bermatingen waren wir in der ersten Spielhälfte näher am Anschlusstreffer als Bermatingen am 3:0. Aber es kam anders.
Uli Zäh betreute bis zum Oktober 2003 die A-Junioren und wurde bereits im Januar 04 als neuer Trainer für die erste Mannschaft verpflichtet. Sein Amt sollte er offiziell am 1.7.04 antreten, nun übernimmt er drei Monate früher das Ruder. Wir wünschen ihm und der Mannschaft einen guten Start.

  

31.03.2004 * Zum Sonnenaufgang mit Uli Zäh (Bericht: Badische Zeitung)

Als sich der Tag neigt, bittet der neue Trainer des FC Neustadt humorvoll zur ersten Übungseinheit im Jahnstadion
Von unserem Redakteur Johannes Bachmann

FUSSBALL-LANDESLIGA. Der Rasen glänzt, als sei er frisch gestrichen, der Himmel prahlt mit überirdischem Blau und gleißendem Licht. Sonnenaufgang an einem Sommertag im Jahnstadion!? Ein Trugbild. Der Uhrzeiger zuckt Richtung 19.15 Uhr, das Quecksilber verharrt im böigen Ostwind fünf Striche über Null, das Lächeln von Vereinschef Arnold Löffler wirkt ein bisschen zu bemüht. Statt Zufriedenheit gibt's Tristesse beim FC Neustadt, die Kluft zwischen Schein und Wirklichkeit war selten größer bei dem Fußball-Landesligisten.
Auf Rang 13 sind die Neustädter mit dem blamablen 0:4 vom vergangenen Sonntag in Bermatingen zurückgefallen. Nach dem Sturz aus der Verbandsliga scheint der freie Fall in die Bezirksliga nicht mehr ausgeschlossen. Aufgerieben beim Spagat zwischen Wollen und Können hat sich Jochen Amann. Bis Sonntag noch Spielertrainer, ist er an diesem Montagabend im März nur noch einer von 16 stachelbeinigen, nach langem Arbeitstag ein bisschen stoppelbärtigen Männern in kurzen Hosen. "Erleichtert", zeigt sich Amann, "durchaus befreit" von einer Last. Und er kann schon wieder lachen, weil ihm diese verschüttet geglaubte alte Fröhlichkeit keiner übel nimmt beim FC Neustadt.
Amann ist gescheitert. Ein Los, das jeder Fußballtrainer kennt. Aber er stiehlt sich nicht aus der Verantwortung. Als Spieler will er "seinem" FCN weiterhelfen, mindestens bis zum Saisonende. Ein feiner Zug. Dafür haben ihm seine neuen alten Mitspieler an diesem Abend so nachhaltig anerkennend auf die Schulter geklopft, wie selten. Alfons Janisch, Ex-Spielausschussvorsitzender und personifizierte Seele des Vereins, nennt Jochen Amann ein "Vorbild". Der FCN könne "froh" sein um solch einen Mann mit Charakter. Töne, die wohltuend fremd klingen im Geschäft mit dem Fußball, bei dem von der Bundesliga bis zur Kreisliga zwischen Heuern und Feuern fast immer die Fairness zerrieben wird. Statt Erster unter Gleichen ist Amann an diesem Montagabend wieder einer unter vielen. Als die Sonne die ersten Baumwipfel hinter der Westkurve des Jahnstadions kitzelt, schließt sich der Kreis der erwartungsfrohen "Blauen" um einen stämmigen Mann mit blitzendem Ohrring. Der bricht mit einem Satz den Bann.
"Jetzt wird's zäh". Gelächter. Uli Zäh, neuer Trainer des FC Neustadt, hat auf Anhieb den richtigen Ton getroffen. Würde der 39-Jährige jetzt noch erzählen, die Sonne ginge im Jahnstadion auf, statt unter, es würde sich wohl kein Widerspruch regen. Erst zum 1. Juli sollte er beim FC Neustadt das Sagen haben, doch nach Jochen Amanns Rücktritt am Sonntag wollte er sich dem Ruf des Vereins nicht verschließen, "auch wenn's jetzt für mich vielleicht nicht so angenehm ist, im Moment."
Was ihn in Neustadt erwartet ("viel Arbeit") kann Uli Zäh nur erahnen, in Einzelgesprächen mit den Spielern will er rasch Klarheit darüber erhalten, "mit wem ich es zu tun habe" und die Hilfe von Jochen Amann will er dankend annehmen, "weil ich mir sicher bin, dass ich seine Unterstützung gebrauchen kann." Zwar ist dem Heizungsbauer aus Schönau die Landesliga-Mannschaft des FC Neustadt noch ein bisschen fremd, aber zu Hause im Jahnstadion ist er schon seit dem Jahr 2000. Als A-Jugendtrainer formte er bis am vergangenen Wochenende jene Hoffnungsträger, die er in der kommenden Spielzeit im Kader der ersten Mannschaft willkommen heißen will. Und in welcher Liga? Zäh grinst. "Das ist ja wohl klar."
Was für eine dumme Frage, dort wo die Sonne niemals untergeht.

  

06.04.2004 * Es ist wieder Leben beim FC Neustadt (Bericht: Badische Zeitung)

Der neue FCN-Trainer Uli Zäh setzt beim 3:2-Sieg auf die Jugend und TV-Star Stefan Mayer

FUSSBALL-LANDESLIGA (jb). Etwas ist anders im Jahnstadion. Und das ist gut so. Statt Achselzucken herrscht wieder Aufbruchstimmung bei den Blauen. Das ist vor allem das Verdienst von Uli Zäh. Der neue Trainer des FC Neustadt hat bei seinem ersten Einsatz offensichtlich alles richtig gemacht. Der 3:2-Sieg des FCN über den Tabellenvierten FC Neustadt gehört wie der 39-Jährige in die Kategorie "bemerkenswert". Zäh hätte es sich einfach machen, bei der Aufstellung nur auf bewährte Kräfte setzen und das Team nur in Nuancen verändern können. Er tat es nicht und baute auf die Jugend. Im Tor hielt der 19-jährige Felix Wolf bravourös, auf dem Feld wirbelte Marco Schwab (18). Vorne wirkte Ex-Spielertrainer Jochen Amann von einer Last befreit und eröffnete nach 19 Minuten den Torreigen. Zäh's Coup Nummer drei entschied das Spiel: Stefan "Stoffel" Mayer, in TV-Soaps gestählt, aber noch mit Trainingsrückstand, besorgte die Neustädter Treffer Nummer zwei und drei. Die Zuschauer trauten ihren Augen kaum und standen, wie sich Zäh erinnert, "wie ein Mann hinter uns." Daran könnte sich der 39-Jährige gewöhnen. Die alten Fußball-Wahrheiten will der Heizungsbauer in Neustadt wieder zur Tugend machen. "Wer kämpft, darf auch verlieren", hatte Zäh seiner Elf vor dem ersten Ballkontakt gegen Singen klar gemacht. Eine Botschaft, die ankam. Keine Spur von Verzagtheit, Lust statt Frust am Ball war vom Anpfiff weg im Team der Blauen zu spüren. Dass die Neustädter zum Schluss noch in Bedrängnis gerieten, kann Zäh verschmerzen. Schließlich sei seine Elf kein Spitzenteam, aber auf dem richtigen Weg. "Es ist wieder Leben beim FC Neustadt," sagt Zäh. Das macht Mut für die Zukunft.

  

05.09.2006 * Jedes Spiel eine andere Aufstellung (Bericht: Badische Zeitung)

"Die Krux liegt derzeit bei uns in der Abwehr" , sagt Co-Trainer Thomas Müller, der in Abwesenheit von Roland Vöstel den FC Neustadt beim 0:3 in Bad Dürrheim coachte. "Da müssen wir ständig umstellen, die Veränderungen ziehen sich dann durch alle Mannschaftsteile" , klagt Müller, verletzungs- und urlaubsbedingt gibt es derzeit bei den Neustädter Kickern keine Kontinuität.
Mit Holger Schwaab stand am Wochenende ein 37-Jähriger im FCN-Tor, der in den vergangenen zwei, drei Jahren nur noch aushilfsweise aktiv war. "An den Toren kann er nichts machen. An ihm lag´ s nicht, dass wir verloren haben" , sagt Müller, "im Gegenteil, er hat in zwei, drei Situationen richtig gut reagiert." Devis DeMin vertrat in der Vierer-Abwehrkette den im Urlaub weilenden Andreas Aepfelbach. Und sah die Rote Karte. Er verlor den Ball an den Ex-Neustädter Mathias Kaiser und als dieser allein aufs Tor zustürmte, hielt ihn DeMin am Trikot fest. Die Hinausstellung sei berechtigt, sagt Müller, er rechnet mit 14 Tagen Sperre.
Im Angriff wurden Ackermann und Burger schmerzlich vermisst. Ohne sie war in Bad Dürrheim nicht zu gewinnen. Zwar spielte der FC Neustadt in der ersten Halbzeit "aufsässig" und ließ den Favoriten nicht ins Spiel kommen. "Die Wende im Spiel war dann das 1:0, danach waren wir verunsichert und haben nichts mehr zu Stande gebracht" , sagt Müller.

  

05.07.2006 * FC Neustadt - VfB Stuttgart   0 : 5  (0:4)

Hier einige Bilder vom Spiel.........

  

19.09.2006 * Trick gelungen, Worblingen besiegt

Neustadts Trainer Vöstel will allerdings nicht verraten, wie so was geht

FUSSBALL-LANDESLIGA (zwi/off). Keine Polonaise, keine freudetrunkenen Neustädter Spieler — ausgiebig gefeiert wurde der überraschende 3:0-Sieg beim bisherigen Tabellenführer SV Worblingen nicht. "Eine normale Stimmung" habe anschließend in der Kabine geherrscht, sagt Roland Vöstel. Emotionale Ausbrüche sind vom Neustädter Trainer auch am Tag danach nicht zu vernehmen. Lediglich das: "Natürlich haben wir uns über den Sieg gefreut" .
Vöstel hatte vor dem Spiel angekündigt, dass er erst mal sehen muss, welche Spieler ihm überhaupt zur Verfügung stehen und er dann daraus "was zaubern" wolle. Das Kunststück ist gelungen. Nach einer schwachen ersten Halbzeit, in der Worblingen mehr Spielanteile hatte, begann Vöstel mit dem Hokuspokus. Er stellte seine Elf um. Den Trick will er — wie die großen Zauberkünstler auch — nicht verraten, aber seine Maßnahmen zeigten Wirkung. "Wir hatten zwei, drei gute Chancen hintereinander" , sagt Vöstel, "und dann plötzlich hat es im Worblinger Kasten geklingelt." Nicht Björn D´ Antino war es, wie irrtümlich berichtet, der die Neustädter in Führung brachte, sondern Matthias Burger. Aus dem Gewühl heraus traf der Neustädter Stürmer. Und ehe sich die Worblinger versahen, lagen sie 0:2 zurück: Alexander Ambs verlängerte zwei Minuten später den Ball mit dem Kopf zu Burger — erneut traf der FCN-Stürmer. In der Schlussphase spielten die Gäste Katz und Maus mit dem Favoriten. Daniele Mastroianni gelang das 3:0, Simone Bossio traf noch den Pfosten. In der letzten Viertelstunde kam Andreas Ackermann nach seiner Verletzung zu einem Kurzeinsatz, nein, nicht um mit seiner Erfahrung den Erfolg abzusichern, "sondern einfach luxusmäßig" , sagt Vöstel.
Voll des Lobes war der Neustädter Trainer über den wieder reaktivierten Torhüter Bernd Schwab. "Er hat die Bude sauber gehalten" , sagt Vöstel über seinen Arbeitskollegen, "vor allem in der ersten Halbzeit hat er ein paar Mal glänzend reagiert." Sie arbeiten Tisch an Tisch und vielleicht, wer weiß, werfen sie sich ja hin und wieder Papierbälle zu, um in Form zu bleiben, die beiden Torwart-Oldies.

  

29.01.2007 * Staffelsitzung Bezirksliga und Kreisliga A St. 3 Schwarzwald

Südkurier 29.01.2007
Schiedsrichter drohten mit Boykott

Fußball: (khv) Ausdauer war bei den Vereinsvertretern am Samstag im Clubheim Pfaffenweiler gefragt. Da einige heikle Themen, wie etwa die Auflösung der Kreisliga A, Staffel 3, besprochen wurden, dauerte die Staffelsitzung für Bezirksliga sowie A 3 und B 7 außergewöhnlich lange.
Bezirksliga-Staffelleiter Franz-Josef Grüninger wies darauf hin, dass es zum Saisonende wohl wieder fünf Absteiger geben könnte und nächste Saison sogar eine Bezirksliga mit 18 Teams möglich ist. Erleichtert zeigte er sich darüber, dass es bisher keine Nachholspiele gegeben habe.
Energisch sprach Grüninger das Thema Spielverlegungen an: "Die Vereine wissen, dass sie mir Verlegungen vier Tage vor der Austragung des Spiels melden müssen. Spätere Meldungen werde ich nicht mehr akzeptieren."
Grüninger zog Bilanz über die Meldepflicht der Ergebnisse im DFB-Net (diese müssen eine halbe Stunde nach dem Spiel eingegeben werden): "Hier wurden 186 Strafen verhängt, von denen etwa 50 Prozent auf aktive Mannschaften entfielen. Bei Kosten von rund 31 Euro pro nicht gemeldetem Ergebnis kommt da eine stattliche Summe zusammen". Unter dem Beifall der Anwesenden wurden diese Bußgelder von einem Vertreter des FC Triberg als "Abzocke" tituliert. "Diese Gängelei sollte man ändern, wir müssen uns nicht alles gefallen lassen", meinte ein Vertreter des FC Bräunlingen. Der Bezirksvorsitzende Kuno Kayan (Bild) wies darauf hin, dass dieses Thema beim Verbandstag angesprochen werden könne.
Mit den Worten: "Ihnen wird aufgefallen sein, dass wir heute keinen Vertreter der Schiedsrichter dabei haben" sprach Kayan den nächsten heiklen Punkt an. Bezirksschiedsrichterobmann Reinhold Eschle habe ihm mitgeteilt, dass er wegen der vielen "ungehörten Appelle", frustriert sei und er aus diesem Grunde fernbleibe. Kayan: "Wenn Spieler zu Schiedsrichtern sagen: "Komm du mal raus, dann schlage ich dich tot" oder sie mit Eisenstangen bedrohen, kann ich diesen Frust bei den Schiedsrichtern verstehen." Die Männer in Schwarz hatten bereits vor dem letzten Spieltag vor der Winterpause mit einem Boykott gedroht.
Hans-Harro Jockisch, zuständig für den Bezirkspokal, bemängelte die Teilnehmerzahlen an diesem Wettbewerb, zeigte aber auch Verständnis dafür, dass sich einige Bezirksligisten durch die große Anzahl an Spieltagen (34) zurückgehalten hatten.
Strafsachenbearbeiter Adolf Wehrle, der nach 45 Jahren Verbandsarbeit zum Ende der Saison aus dem Amt scheiden wird, zog danach Bilanz seiner bisherigen Arbeit in der Halbsaison: "Das abgelaufene Halbjahr war arbeitsreich. Es wurden 289 Straffälle bearbeitet." Trotz der Ernsthaftigkeit konnte sich Wehrle dabei einen Spaß nicht verkneifen: "Ich sperre keinen Spieler. Das macht derjenige selbst. Ich entscheide nur über die Dauer der Sperren". Unverständlich ist für ihn, dass es bei den Spielabbrüchen (5) vorgekommen sei, dass eine Mannschaft den Platz elf Sekunden vor Spielende den Platz verlassen habe.
Als Nachfolger für Wehrle wird beim Bezirkstag Klaus Schmidt (Furtwangen) kandidieren.
Adolf Scheuble stellte danach seinen Vorschlag der Kreisliga A 3-Auflösung vor (wir berichteten). Scheuble führte dann die Vor- und Nachteile durch eine Neuregelung aus. "Der ursprüngliche Sinn dieser Kreisliga A 3 ist nicht mehr gegeben. Diese Staffel wurde eingeführt, um bei der Bezirksliga für den entsprechenden Unterbau zu sorgen und damit diese Reserven die Vorspiele der ersten Mannschaften bestreiten. Das ist nicht mehr so der Fall wie in der Vergangenheit. Deshalb kommt es bei der Erstellung von Plänen immer wieder zu größeren Problemen."
Obwohl wenn viele Vereine das vorgelegte Papier von Scheuble schon kannten, konnte sich keiner dazu durchringen, diesem zuzustimmen. Sowohl aus Schonach, als auch aus Unterkirnach und Bräunlingen wurden Bedenken geäußert. "Wir müssen dies in unserem Verein erst einmal diskutieren", meinte der Bräunlinger Vertreter. Zumindest einigten sich die Anwesenden dann darauf, sich bis zum 30. April zu entscheiden. Der Antrag muss auf dem Bezirkstag im Sommer eingebracht werden, sollte die Auflösung der A 3 bereits vor der Saison 2008/09 durchgeführt werden.

  

08.02.2007 * Auf dem Platz ist für Extrawürste keine Zeit (BZ)

Auf dem Platz ist für Extrawürste keine Zeit
Der frühlingshafte Winter erfreut die Landesliga-Fußballer des FC Neustadt und FC Löffingen, die seit zwei Wochen am Ball sind

FUSSBALL-LANDESLIGA (jb). In der Rechten eine Rote, links die Getränkekiste in Reichweite und den Spielausschussvorsitzenden im Nacken. So hat Roland Vöstel, Trainer des FC Neustadt, die Weltcup-Skispringen am Stand des FCN im Schmiedsbachtal erlebt. Von den Weitenjägern hat er wenig bis nichts gesehen, weil die bei den Blauen gegrillte Rote mindestens so heiß begehrt war, wie ein Autogramm von Martin Schmitt. Acht FCN-Spieler unterstützten ihren Trainer an den zwei tollen Tagen im Schmiedsbachtal, schleppten Bier- und Getränkekisten, schnitten Brot und warfen Würstchen auf den Grill. Ein Einsatz, der sich lohnte. Die Vereinskasse wurde mit einer hübschen Summe gefüllt und der Gemeinschaftssinn gestärkt.
Seit Montag ist beim FCN wieder Alltag. Auf dem Platz, ohne Extrawurst. Seit zwei Wochen sind die Neustädter Fußballer jetzt im Training für die am 11. März beginnende Frühjahrsrunde. Immer unter freiem Himmel und bei Bedingungen, die Vöstel "fast optimal" nennt. Schnee ist kein Thema und so konnten die Neustädter wider Erwarten bei jeder Übungseinheit den Ball streicheln. "Tendenz zwischen gut und nicht so gut" , umschreibt Vöstel die körperliche Verfassung seiner Spieler. "Viele haben in der Pause viel getan, ein paar wenige zu wenig." Schlendriane und Streber gilt es jetzt auf ein Niveau zu bringen. So dürfen sich die Fleißigen ein bisschen schonen, während die Schlitzohren kräftig schwitzen müssen.
Morgen, Samstag (Anpfiff 14.30 Uhr), erwartet die Neustädter beim Verbandsligisten Denzlingen das erste von vier Testspielen. Vöstel erwartet einen Gegner, "der schon ein bisschen weiter ist als wir" und verlangt vor allem Disziplin. "Wir müssen versuchen, da weiterzumachen, wo wir vor der Winterpause aufgehört haben."
Karsten Kraft, Trainer des FC Löffingen, ist wie immer ganz entspannt, obwohl sein Team leider die alten Probleme ins neue Jahr hinübergerettet hat und personelle Verstärkungen im Abstiegskampf nicht in Sicht sind. "Das war schon in Ordnung" , blickt Kraft auf die bislang fünf Trainingseinheiten zurück und berichtet von den Sorgen, die derzeit viele seiner Trainerkollegen haben. "Wir haben Verletzte, Angeschlagene, Kranke, Narren und Prüflinge im Kader."
Eine homogene Mannschaft sieht anders aus. Aber Kraft lässt sich nicht schrecken. Schließlich hat sein Team noch fünf Wochen Zeit , um zusammenzuwachsen. Und das Wetter gibt Grund zur Hoffnung. Kraft freut sich über den frühlingshaften Winter, "weil ich jetzt nicht überlegen muss, ob wir wenigstens in der Halle oder überhaupt nicht trainieren können".
Am Samstag führt auch der Weg der Löffinger ins Tal. Beim Bezirksligisten Wyhl erhofft sich Kraft erste Fingerzeige, bevor die Vorbereitung wohl unterbrochen werden muss. "Löffingen ist eine Narrenhochburg" , sagt Kraft. "Da bist du als Trainer einfach machtlos."

  

23.02.2007 * Mehr Härte und Tempo (BZ)

Mehr Härte und Tempo

Alexander Ambs ist jung, schnell und bereits Stammspieler beim Landesligisten FC Neustadt

BZ: In der vergangenen Saison haben Sie noch bei den A-Junioren gespielt und sich in dieser Runde auf Anhieb einen Stammplatz in der ersten Mannschaft erkämpft. Besser kann es für einen jungen Spieler nicht laufen, oder?
Ambs: Ich habe im vergangenen Jahr schon bei den Männern mittrainiert und mich dann vor dieser Saison voll reingehängt. Ich bin den Kampf um einen Stammplatz aktiv angegangen und bisher ist es auch ganz gut gelaufen. Natürlich war auch noch das eine oder andere schwächere Spiel dabei, aber das ist bei uns jungen Spielern ja normal.
BZ: Der Sprung von den A-Junioren zu den Aktiven gilt als schwierig. Worin besteht für sie der größte Unterschied zwischen dem A-Jugendfußball und jenem, der in der Landesliga gespielt wird?
Ambs: Bei den Männern wird viel körperbetonter gespielt als in der A-Jugend. Ich hatte das Glück, mich im Training bei den Aktiven langsam an die härtere Gangart gewöhnen zu können. Ein Problem ergab sich für mich im vergangenen Jahr nur in den Spielen mit den A-Junioren: Denn da wurden mir dann viele Aktionen abgepfiffen, die bei den Männern noch durchgehen. Das war teilweise ganz schön frustrierend für mich. Auch beim Tempo ist der Unterschied gravierend. Das Spiel bei den A-Junioren im letzten Jahr war mir teilweise fast zu langsam, wenn man die Spielweise der Männer einmal gewohnt ist.
BZ: Schnelligkeit ist eine ihrer Stärken. Sie sind sicher einer der schnellsten Spieler in der Neustädter Mannschaft?
Ambs: Ja, glaube ich auch, vielleicht zusammen mit Simone Bossio. Deswegen spielen wir auch meistens auf den Außenbahnen, weil wir da unsere Schnelligkeit am besten zur Geltung bringen können. Ich der Schule bin ich über 100 Meter meistens so um die 12 Sekunden oder knapp drüber gelaufen, das ist eine ganz passable Zeit.
BZ: Welche fußballerischen Ziele haben Sie?
Ambs: Ich möchte schon einmal höherklassig spielen. Wenn man nach den A-Junioren gleich in der Landesliga mitspielen kann, sollte das eigentlich möglich sein. Im Moment ist die Situation aber optimal für mich, denn in meinem Alter geht Spielpraxis über alles und die bekomme ich derzeit beim FC Neustadt. Vielleicht klappt das mit dem höherklassig spielen ja auch mit unserer Neustädter Mannschaft, wenn wir demnächst mal aufsteigen.
BZ: Was ist mit dieser FCN-Mannschaft in dieser Saison noch möglich?
Ambs: Der Beginn der Runde war nicht so gut, nach dem ersten Spiel waren gleich mehrere Spieler verletzt und einige in Urlaub. Das war mit ein Grund für die schlechte Serie, die wir hatten. Jetzt hat sich aber alles eingespielt, die Mannschaft hat sich gefunden und stabilisiert, wie eine Serie von vier Siegen in Folge vor der Winterpause zeigt. Ich möchte auf jeden Fall unter die ersten Vier kommen. Ob wir um einen der beiden Aufstiegsplätze mitspielen können, ist vielleicht zu hoch gegriffen, denn Singen und Bad Dürrheim haben sehr starke Teams.

  

26.03.2007 * Eine Hand voller Vertrauen (BZ)

Eine Hand voller Vertrauen
Vöstel und Müller machen in Neustadt als Trainer weiter

FUSSBALL (off). Beim FC Neustadt hat es schon Tradition, dass Alfons Janisch die Verträge mit den Trainer der Landesligamannschaft per Handschlag verlängert. Das ist jetzt wieder geschehen. Zwischen Vöstel und Janisch sowie Müller und Janisch. Roland Vöstel wird auch in der kommenden Saison die Neustädter Landesliga-Mannschaft verantwortlich coachen, Thomas Müller geht ihm wie bisher zur Hand.

  

25.06.2007 * Idee abgeschmettert (SKOL)

Idee abgeschmettert
Fußball: (daz) Die südbadische Landesliga wird auch weiterhin in drei Staffeln spielen. Die ursprünglich vom Verbandsspielausschussvorsitzenden Eberhard Schmoock initiierte Idee, die Staffeln auf zwei zu reduzieren, wurde von den Vertretern der beteiligten Vereine abgeschmettert. "Damit ist das Thema gestorben. Ich werde es auch nicht beim Verbandstag wieder aus der Schublade ziehen. Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Änderung nur mit Zustimmung der Vereine umsetzbar ist. Da diese aber nicht wollen, lassen wir es eben", sagte Schmoock gestern auf Anfrage.
Am Samstag diskutierte Schmoock in Donaueschingen mit Vertretern der Vereine von Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein. Diese drei Bezirke sollten auch eine der zwei Staffeln stellen. "Die Idee beinhaltet eine Qualitätsverbesserung in den Landesligen. Wir wären den vereinen sogar so weit entgegen gekommen, dass wir mit zwei 18er-Staffeln gestartet wären", ergänzte Schmoock, der sich gleichfalls eine entscheidende Veränderung für die darüber liegende Verbandsliga versprach. "Bei uns steigen jedes Jahr vier Mannschaften aus der Verbandsliga ab. Das ist ja fast ein Unding. Die Vereine können sich in der Verbandsliga fast nicht etablieren und spielen Sicherheitsfußball, um nicht in Abstiegsnähe zu kommen."
Bei der Versammlung anwesend war auch Alexander Thumer, Vizechef des FC Bad Dürrheim und ein Gegner der Zusammenlegung. "Wir haben uns alle gefragt, was die Veränderung bringen soll. Sicher würde das sportliche Niveau aufgewertet, doch das ist auch schon der einzige Vorteil. Wir bleiben so und so Siebtligist." Thumer hatte sich auch mit den anderen Schwarzwälder Vertretern abgestimmt. Zwei Themen standen dabei im Mittelpunkt: Steigende finanzielle Aufwände und fehlende Derbys. "Die Derbys sind für uns das Salz in der Suppe. Sie interessieren die Zuschauer und machen die Liga attraktiv. Bei der angedachten dramatischen Reduzierung wären viele dieser Derbys weggefallen und wir hätten gleichzeitig weitere Reisen in Kauf nehmen müssen", ergänzte Thumer.
Schmoock hätte es begrüßt, wenn nach vielen Jahren des Stillstands wieder einmal etwas Bewegung in die Ligenstruktuierung gekommen wäre. "Wir haben seit vielen Jahren nichts geändert. Da der DFB mit der dritten Liga in die Offensive geht, wollten auch wir unseren Vereinen eine mögliche Änderung anbieten. Aus meiner Sicht wurde eine Chance vertan."

  

16.07.2007 * In der Hitze aus wenig viel gemacht (BZ)

In der Hitze aus wenig viel gemacht 
Landesligist FC Neustadt gewinnt das Blitzturnier im Jahnstadion nach Siegen gegen den SV Hinterzarten und SV Hölzlebruck
Von unserem Redakteur Jürgen Ruoff

FUSSBALL. "Titel verteidigt", sagte Neustadts Mittelfeldspieler Devis DeMin kurz und bündig nach dem Spiel des FC Neustadt gegen den SV Hölzlebruck. Für FCN-Trainer Roland Vöstel war "das Wichtigste, dass wir zwei Mal zu Null gespielt haben". Landesligist FC Neustadt hat beim Blitzturnier des SV Hölzlebruck beide 45-Minuten-Spiele gewonnen: gegen den Landesligisten SV Hinterzarten mit 2:0 und gegen den Bezirksligisten SV Hölzlebruck mit 1:0. Im ersten Spiel hatte Hinterzarten die Elf der Gastgeber mit 2:0 besiegt.
Ganz ohne Fußball geht es doch nicht. Nach sechs Jahren beim FC Löffingen hat sich Karsten Kraft eine halbjährige Pause verordnet, als Trainer, nicht jedoch als Fußball-Konsument. Mit "viel innerer Ruhe" kann er nun Spiele verfolgen, dieses Vergnügen will er sich eine Weile erhalten, "denn ich kann mir’s während der Runde ja aussuchen, ob ich Löffingen, Neustadt, Hinterzarten oder Hölzlebruck anschaue."
Der SV Hinterzarten und Bezirksligist SV Hölzlebruck standen sich im ersten Spiel des Blitzturniers gegenüber. "Da ist kein Feuer drin, da ist gar nix" , schrie Hinterzartens Coach Frank Hug, nachdem 15 Minuten gespielt waren. Ja, es war ein zäher, ein lustloser Auftakt. Hinterzarten war zwar bemüht, doch zu viele Fehler im Aufbau hemmten den Spielfluss. Und die Gastgeber in Gelb-Schwarz hatten erst wenige Tage zuvor wieder das Training aufgenommen. Sie wollten, aber sie konnten noch nicht. Die Kräfte schwanden zudem schnell, die Unordnung nahm zu. Mario Lickert nutzte einen Abwehrfehler der Hölzlebrucker zum 1:0 (34.), Philipp Ebi erhöhte für den Neu-Landesligisten kurz vor Schluss auf 2:0. "Wenn wir schnell gespielt haben, waren wir gefährlich" , sagte Hug. Sein Trainerkollege Andreas Binder haderte mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft: "Hinten in der Viererkette sind wir nur 30 Minuten gut und gestaffelt gestanden."
Nach einer 15-minütigen Pause musste der SV Hinterzarten gegen den FC Neustadt antreten. Es war der Vergleich des Emporkömmlings gegen den arrivierten Landesligisten. Für Hugs Emfinden gingen die Seinen mit "zu viel Respekt" an die Aufgabe heran, nach fünf Minuten stand’s dann auch schon 1:0 für den FC Neustadt durch Matthias Burger. Alexander Ambs hatte das Tor vorbereitet. Das reichte dem Favoriten vorerst. Den Trainern nicht: "Mehr bewegen" , forderte "Co" Thomas Müller von der Mannschaft. Sie hörten es wohl, allein an der Umsetzung haperte es bei der Hitze. Das Bemerkenswerte war dennoch, dass es die "Blauen" an diesem Tag verstanden, aus wenig viel zu machen. Denn in der 34. Minute gelang Alexander Winter das 2:0 für Neustadt. Der aus den A-Junioren aufgerückte Offensivspieler war einer der auffälligsten Spieler des Turniers. "Der hat in der A-Jugend in der vergangenen Saison 28 Tore erzielt. Der hat ihn, den Killerinstinkt" , sagte Rudi König, Ex-Jugendleiter des FC Neustadt.
"Das ist das schlechteste Spiel bisher, so ein lahmer Kick" , schimpfte ein Rentner, als sich Hölzlebruck und Neustadt im letzten Turnierspiel gegenüberstanden. Vereinsmitglied in Hinterzarten, Hölzlebruck und Eisenbach sei er, erzählte der Mann und da stellte sich natürlich die Frage, für wen er und seine Frau im ersten Spiel die Daumen gedrückt hatten, als Hinterzarten und Hölzlebruck gegeneinander spielten. "Wir klatschen immer für den, der gerade gewinnt" , sagte sie und grinste. Er nickte. Dann rief er: "Mache jetzt mol ä Tor, irgendwie." Der Neustädter Alexander Winter erhörte sein Flehen und schoss den Ball kurz vor dem Abpfiff ins Hölzlebrucker Tor: 1:0.
Der Turniersieg stimmte Devis DeMin zufrieden, die Hitze hatte aber auch ihm zugesetzt. Er wünschte sich nun nur noch eines, ein Eis, am liebsten aus dem familieneigenen Eiscafé.
Hier einige Bilder von den Spielen........

  

 
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